Prinz Ali bin Al Hussein

Er hat ein wenig mehr Routine als seine Konkurrenten: Prinz Ali bin Al Hussein aus Jordanien war bei der Präsidentschaftswahl im Mai 2015 der einzige Gegenkandidat von Sepp Blatter und wurde vor allem von Michel Platinis Uefa unterstützt. Nach stundenlanger Prozedur machte er vor dem zweiten Wahlgang einen Rückzieher. Sein größtes Manko: Der 39-Jährige galt als blasser Kandidat, ihm wurde nicht zugetraut, in der Fifa aufzuräumen. Er ist Halbbruder von König Abdallah II., Präsident des jordanischen Fußballverbandes, und war ab 2011 Vizepräsident im Exekutivkomitee der Fifa, bevor er in diesem Sommer von Salman bin Ibrahim Al Chalifa verdrängt wurde. Mit den diversen Fifa-Affären wurde er bisher noch nicht in Verbindung gebracht, er unterstützte sogar die Veröffentlichung des Garcia-Berichts, der die WM-Vergabe an Russland und Katar untersucht. Gewinnen wird er wohl auch diesmal nicht.

Bild: REUTERS 27. Oktober 2015, 13:452015-10-27 13:45:22 © SZ.de/ska/fued