Nach WM-Auslosung:Fifa widerspricht Schummel-Gerüchten

2014 FIFA World Cup Final Draw

Zinedine Zidane überreicht während der WM-Auslosung Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke eine Kugel.

(Foto: Getty Images)

"Diese Gerüchte entbehren jeder Grundlage": Der Fußball-Weltverband Fifa wehrt sich gegen die Vorwürfe, die WM-Auslosung sei manipuliert worden - und schildert seine Sicht der Dinge für die Merkwürdigkeiten.

Der Fußball-Weltverband Fifa hat der in den Medien aufgekommenen Verschwörungstheorie um die Auslosung für die WM in Brasilien widersprochen. "Diese Gerüchte entbehren jeder Grundlage. Die gesamten Vorbereitungen der Auslosung wurden von drei Vertretern von Ernst und Young überwacht und validiert", teilte die Fifa mit. Ausgangspunkt für die Gerüchte war die aus argentinischer Sicht "wunschgemäße" Auslosung am Freitag als Kopf der Gruppe F.

Das passt überraschend gut in die Planungen der Argentinier: Der nationale Verband Afa hatte sich bereits auf ein Teamquartier in Belo Horizonte festgelegt, die Vorrundenspiele finden nun in Belo Horizonte selbst (Iran/21. Juni), im nahegelegenen Rio de Janeiro (Bosnien-Herzegowina/15. Juni) sowie in Porto Alegre (Nigeria/25. Juni) in der Nähe der argentinischen Grenze statt.

Die Tatsache, dass während der Auslosung die Hände des Fifa-Generalsekretärs Jérôme Valcke beim Öffnen der Loskugeln häufiger hinter der Sichtblende des Pultes verschwanden, befeuerte die Verschwörungstheoretiker.

Die Fifa betonte daher in ihrer Stellungnahme, dass "während der Auslosung mindestens sieben Kameras aus verschiedenen Perspektiven zu allen Zeiten auf den Generalsekretär gerichtet" waren. Welche Einstellung für die TV-Zuschauer sichtbar war, entschied der Showdirektor im Übertragungswagen. Dass eine "Sichtblende" am Pult dazu gedient haben soll, Valckes Hände zu verdecken, wies der Weltverband mit dem Hinweis zurück, dass es sich dabei lediglich um einen Monitor handele, der die Grafiken anzeige, "damit der Generalsekretär den vollen Überblick über den Stand der Gruppen hatte".

Argentinien sei auch nicht das einzige Team gewesen, dass sich frühzeitig für eine Region entschieden habe. "Bereits vor der Auslosung hatten die meisten Teams - wie schon 2010 - ihre ersten Präferenzen für die Team Base Camps im Onlinesystem der FIFA eingegeben. Jedes Team muss dabei drei Optionen eingeben. Die meisten Teams planen, ihr Quartier um Belo Horizonte, São Paulo oder Rio aufzuschlagen", erklärte die Fifa. Bis Ende Januar müssen alle Unterkünfte bestätigt sein.

© sid/dpa/sonn
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