Türkei-Engagement von José Mourinho :Kann er es noch?

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Früher galt seine Toxizität als eine Art Gewinnermentalität. José Mourinho wird bei Fenerbahce Istanbul vorgestellt. (Foto: REUTERS)

José Mourinho gehörte mal zu Europas erfolgreichsten Trainern, doch inzwischen wirken seine Methoden aus der Zeit gefallen. Sein Engagement bei Fenerbahce Istanbul belegt das.

Kommentar von Thomas Hürner

Vom Champions-League-Finale direkt weiter zum neuen Arbeitgeber, diesen Weg hat José Mourinho nun zweimal hinter sich gebracht. Das erste Mal war im Mai 2010, nur wenige Stunden zuvor hatte der Portugiese Inter Mailand zu europäischer Glorie gecoacht; der Henkelpott war der Vollzug des Dreifachtriumphs, für den es neben der Königsklasse auch die nationale Meisterschaft und den heimischen Pokal braucht. Mehr geht nicht. Mourinho war auf dem Gipfel, weiterhin berüchtigt als Spalter zwar, aber seine Aura wirkte fast schon übermenschlich groß. Und so blieb er nach dem Finalsieg gleich in Madrid, dem Austragungsort des damaligen Finalspiels: Real rief, Mourinho horchte. Statt in den Flieger zur Mailänder Party stieg er in eine Luxuskarosse zur Vertragsunterzeichnung bei den Königlichen.

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