bedeckt München 10°

Motorsport:Nach Feuer-Unfall: Grosjean hofft auf Start im Finale

Motorsport
Helfer an der Rennstrecke löschen den Rennwagen von Romain Grosjean. Foto: Brynn Lennon/Pool Getty/dpa (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Sakhir (dpa) - Formel-1-Pilot Romain Grosjean hofft trotz der Verletzungen nach seinem Feuer-Unfall von Bahrain weiter auf einen Einsatz beim Saisonfinale in Abu Dhabi.

"Mit diesen Bildern will ich meine Karriere nicht beenden", sagte der Haas-Pilot. Der 34-Jährige muss den US-Rennstall nach dieser Saison verlassen, beim vorletzten WM-Lauf am Sonntag in Sakhir pausiert er. Es wird bereits spekuliert, dass der künftige Haas-Pilot Mick Schumacher schon in Abu Dhabi für Grosjean zum Einsatz kommen könnte.

Seine Ärzte könnten noch keine endgültige Aussage treffen, sagte Grosjean. "Mir ist das Rennen wichtig, aber ein Rennen ist nicht so wichtig wie der Rest meines Lebens", fügte er hinzu.

Der Franzose war am vergangenen Sonntag kurz nach dem Start in Bahrain schwer verunglückt, sein Auto brach entzwei und ging in Flammen auf. "Ich habe gedacht, ich würde sterben", sagte Grosjean. Fast wie durch ein Wunder hatte er sich aus dem Wrack retten können, zog sich aber Verbrennungen am Handrücken zu. "Der Schmerz in den letzten beiden Tagen war heftig", bekannte Grosjean.

Er wolle für einen Start in Abu Dhabi nicht riskieren, die Mobilität von Zeigefinger und Daumen seiner linken Hand einzubüßen. Sollte er nicht rechtzeitig für das Schlussrennen fit werden, wolle er "jedes Formel-1-Team anrufen und bitten, ob sie mir im Januar einen privaten Test ermöglichen mit zehn, 15 Runden nur für mich selbst".

Grosjean versicherte, den Weltverband Fia bei der angekündigten Untersuchung des Unfalls unterstützen zu wollen. Dafür werde er sich auch die Bilder aus seinem Cockpit ansehen. "Das Schlimmste für mich ist nicht, was mir passiert ist, sondern was ich Menschen angetan habe. Meiner Familie, meinen Eltern, meinen Freunden. Das hat mich zum Weinen gebracht", verriet Grosjean.

© dpa-infocom, dpa:201204-99-570918/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema