Motorsport Mick Schumacher vor Formel-1-Test für Ferrari

Bald in der Formel 1? Mick Schumacher steht vor einigen Runden im Ferrari-Cockpit.

(Foto: Getty Images)

Der Sohn von Michael Schumacher könnte in Kürze sein Debüt beim Traditions-Rennstall absolvieren. Deutschland will eine Basketball-EM ausrichten.

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Formel 1, Ferrari: Mick Schumacher soll Medienberichten zufolge sein Formel-1-Testdebüt im Ferrari absolvieren. Wie die Internetportale autosport.com und motorsport.com am Montag übereinstimmend berichteten, soll der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher bei den anstehenden Testfahrten nach dem Grand Prix von Bahrain an diesem Wochenende zunächst für Ferrari und dann für das Partnerteam Alfa Romeo testen. Die Übungseinheiten sind für Dienstag und Mittwoch nach dem Formel-1-Rennen angesetzt. Offizielle Stellungnahmen zu den Besetzungen gab es zunächst nicht.

Nach dem Gewinn der Formel-3-EM im vergangenen Jahr mit dem Prema-Team will Mick Schumacher am kommenden Wochenende in Bahrain sein Debüt in der Formel 2 geben und damit den nächsten Schritt auf dem Weg in die Formel 1 machen. Der 20-Jährige gehört seit Mitte Januar auch der Nachwuchsakademie von Ferrari an. Für den italienischen Rennstall hatte sein Vater Michael fünf seiner sieben Fahrertitel geholt. Alfa Romeo, das ehemalige Sauber-Team, arbeitet eng mit Motorenlieferant Ferrari zusammen. Nach dem Europa-Auftakt der Formel 1 in diesem Jahr in Barcelona am 12. Mai finden noch weitere zwei Testtage für Nachwuchsfahrer statt. Teilnehmen müssen an zwei der insgesamt vier Tagen junge Fahrer, die nicht mehr als zwei Grand Prix bestritten haben.

Basketball, EM: Deutschland bewirbt sich als eins von sieben Ländern für die Basketball-Europameisterschaft 2021. Vier Jahre nach der EM-Vorrunde in Berlin geht der Deutsche Basketball Bund mit den möglichen Ausrichterstädten Köln für eine von vier Vorrundengruppen sowie Berlin für die Endrunde ins Rennen. Neben Deutschland haben auch Tschechien, Estland, Georgien, Ungarn, Italien und Slowenien eine offizielle Kandidatur abgegeben, teilte der Kontinentalverband FIBA Europe am Montag mit. Die erste Turnierphase soll wie schon 2015 und 2017 erneut in vier Ländern stattfinden, eine dieser Nationen richtet dann auch die K.o.-Runde aus. Das FIBA-Europe-Board entscheidet in der ersten Juli-Hälfte, welche vier Gastgeber den Zuschlag bekommen.

"Es sind starke Länder, die sich beworben haben. Wir sind frohen Mutes und wollen eine ebenso starke Bewerbung abgeben", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss der Deutschen Presse-Agentur am Montag. "Mit den Städten Köln für die Vorrunde und Berlin für die Endrunde haben wir exzellente Partner mit exzellenten Arenen an unserer Seite. Ich würde mich für die Basketballfreunde in Deutschland freuen, wenn wir den Zuschlag bekämen." Vor vier Jahren fand die EM-Endrunde in Frankreich statt, 1993 richtete Deutschland zuletzt eine komplette Europameisterschaft aus. 2017 waren Türkei, Israel, Finnland und Rumänien die Gastgeber, seitdem wird die EM nur noch alle vier Jahre ausgerichtet.

Biathlon, Oslo: Olympiasieger Arnd Peiffer und Benedikt Doll haben den deutschen Biathleten zum Abschluss des Weltcup-Winters nochmals zwei Podestplätze beschert. Einen Tag nach seinem dritten Platz in der Verfolgung belegte Peiffer im Massenstart über 15 km in Oslo dank einer tadellosen Schießleistung Rang zwei vor Geburtstagskind Doll (2 Strafrunden). Zuletzt hatten im Januar 2017 in Oberhof zwei Deutsche auf dem Podest gestanden.

Der Sieg ging wie schon in Sprint und Jagdrennen an den ebenfalls fehlerfreien Norweger Johannes Thingnes Bö, der seinen 16. Sieg der Saison holte und seinen bereits am Samstag aufgestellten Rekord für die meisten Siege innerhalb eines Winters ausbaute. Einzel-Weltmeister Peiffer lag 19,2 Sekunden hinter dem Lokalmatador, Doll fehlten an seinem 29. Geburtstag 38,0 Sekunden.

Bö sicherte sich zudem die kleine Kristallkugel im Massenstart-Weltcup und untermauerte seine Dominanz. Der 25-Jährige, der bei der WM in Östersund vier Goldmedaillen und einmal Silber gewonnen hatte, lag nicht nur in allen Disziplinwertungen vorne, er löste auch den Franzosen Martin Fourcade nach sieben Jahren als Gesamtweltcupsieger ab.

Auch die deutschen Biathleten dürfen auf eine gute Saison zurückblicken. Peiffer eroberte sechsmal das Podest, darunter war sein Sieg im Einzel bei der WM in Östersund. Doll lief dreimal aufs Treppchen, auch Johannes Kühn (Reit im Winkl) und Roman Rees (Schauinsland) durften jeweils einmal das Podium besteigen. In der Staffel lagen die DSV-Athleten neben der Silbermedaille bei der WM zwei weitere Male unter den besten drei Teams.

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