Motorsport:Hamilton räumt Selbstzweifel ein: Bin auch nur ein Mensch

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Lewis Hamilton kam in dieser Saison auf nicht mal halb so viele Punkte wie Weltmeister Max Verstappen. Foto: Darron Cummings/AP/dpa (Foto: dpa)

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Berlin (dpa) - Lewis Hamilton hat nach seinem zweiten sieglosen Jahr in der Formel 1 nacheinander auch Selbstzweifel eingeräumt. Der Rekordweltmeister der Motorsport-Königsklasse hatte auch in diesem Jahr wieder nichts mit der Titelvergabe zu tun, Rivale Max Verstappen triumphierte zum dritten Mal nacheinander. Seinen letzten Sieg - es war der 103. - feierte Hamilton am 5. Dezember 2021 in Saudi-Arabien. 

"Wenn du so schwere Saisons hast wie diese, gibt es immer Momente, in denen du denkst: 'Bin ich es oder ist es das Auto? Hast du es noch drauf? Ist es weg?" Er sei auch nur ein Mensch, sagte Hamilton in einem Interview der BBC.

Im Klassement belegte er nach den 22 Grand Prix in diesem Jahr mit seinem Mercedes den dritten Platz. Er kam auf nicht mal halb so viele Punkte wie Verstappen auf Rang eins. Vor dem 38 Jahre alten Briten beendete auch noch Sergio Pérez im zweiten Red Bull die WM 2023.

Neuer Mercedes nicht gut genug

Diese Magie, wenn der Moment komme, dass alles zusammenpasst, fehle einem einfach, räumte Hamilton ein: "Danach suchst du." Der erneut schwarz lackierte Silberpfeil war auch nach einer großen Veränderung während der Saison, als das Konzept ohne Seitenkästen verabschiedet worden war, kein Siegauto geworden. Ab und zu kamen zumindest Hoffnungen auf, dass der neu eingeschlagene Weg Besserung versprechen könnte. 

Schon im Februar bei den ersten Kilometern im neuen Wagen war Hamilton klar, dass es auch in diesem Jahr nichts werden würde. Hinzu kam und kommt, dass Red Bull mit dem Modell für 2023 ein Meisterstück gelang und Verstappen sich als praktisch unschlagbar erwies mit 19 Grand-Prix-Erfolgen - von 22 möglichen. 

Dabei geht Hamilton sogar davon aus, dass Verstappen im RB 19 nicht mal alles geben musste. "Du kannst mal durch die Rundenzeiten und einige der Daten von Max gehen - der hat die meiste Zeit gechillt an der Spitze", meinte Hamilton: "Ich glaube nicht, dass er in diesem Jahr ins Schwitzen gekommen ist." Ändern will Hamilton das im kommenden Jahr. Die neue Saison startet in weniger als 100 Tagen. Auf ihnen allen liege ein enormer Druck, betonte Hamilton.  

© dpa-infocom, dpa:231129-99-119404/2

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