Motorsport Fernando Alonso verlässt die Formel 1

Der Rennfahrer will "neue Abenteuer erkunden". Leverkusen hat Knatsch mit Arsenal-Keeper Cech. Mario Mandzukic erklärt seinen Rücktritt aus Kroatiens Nationalteam.

Sportmeldungen im Überblick

Formel 1, Alonso: Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso (37) verlässt die Königsklasse zum Ende dieser Saison. Das teilte sein Rennstall McLaren am Dienstag mit. "Nach 17 wundervollen Jahren in diesem großartigen Sport ist es an der Zeit für mich, etwas zu verändern und weiterzuziehen", wurde Alonso in der Mitteilung zitiert. Er habe diese Entscheidung bereits "vor einigen Monaten getroffen, und es war eine feste Entscheidung." Offen blieb zunächst, ob der Spanier, wie zuletzt spekuliert, 2019 in der Indy-Car-Serie in den USA an den Start gehen wird. "Lass uns sehen, was die Zukunft bringt. Neue spannende Herausforderungen stehen vor der Tür. Ich habe eine der glücklichsten Zeiten meines Lebens, aber ich muss neue Abenteuer erkunden", erklärte der 32-malige Grand-Prix-Sieger etwas nebulös.

Alonso hatte zuletzt immer wieder damit geliebäugelt, weiter seinen letzten großen Traum verfolgen zu wollen: sich die sogenannte "Triple Crown" aufzusetzen. Triumphe beim Grand Prix von Monaco, den 24 Stunden von Le Mans und bei den Indy 500 hat bislang nur der Brite Graham Hill geschafft. Die Formel 1 hatte für den Weltmeister von 2005 und 2006 zunehmend an Reiz verloren. 2001 hatte er für Minardi debütiert und wechselte anschließend zu Renault, wo er später zweimal den WM-Titel gewann. Seit seinem Wechsel von Ferrari zu McLaren im Jahr 2015 sitzt Alonso allerdings in keinem siegfähigen Auto mehr, der einstige Top-Rennstall ist nur noch ein Mittelfeldteam. Sein letzter von 32 Grand-Prix-Siegen liegt mehr als fünf Jahre zurück.

Fußball, Premier League: Arsenal Torwart Petr Cech hat auf den Twitter-Kommentar des englischen Social-Media-Accounts von Bayer 04 Leverkusen verärgert reagiert. Ins Deutsche übersetzt schrieb er auf Twitter: "Bei Arsenal haben wir grundlegende Werte, die uns zu einem großen Verein machen, nicht nur aus sportlicher Sicht. Ein fairer Wettbewerb, Professionalität und sportliches Verhalten sind die wichtigsten Werte, die wir unseren Nachwuchspielern beibringen und es ist sehr schade zu sehen, wenn andere Klubs diese nicht teilen."

Nach einem Fehlpass des Tschechen im Spiel vergangenen Sonntag gegen Manchester City, der fast ein Eigentor geworden wäre, schrieb das Team von Leverkusen übersetzt ins Deutsche: "Wir kennen da jemanden...". Gemeint war Bernd Leno, der im Sommer nach London gewechselt war, aber aktuell nur als Nummer Zwei hinter Cech auf der Bank sitzen muss. Zusätzlich lieferte das Twitter-Team noch ein Video als "Lehrmaterial" aus Leno Bayer-Zeiten, bei dem er ein Tor einleitete. Mit dem übersetzten Kommentar: "Für den Fall, dass ihr euch fragt, wie man hinten rausspielt."

Fußball, Kroatien: Der frühere Bayern-Stürmer Mario Mandzukic hat einen Monat nach dem verlorenen WM-Finale seinen Rücktritt aus der kroatischen Nationalmannschaft bekannt gegeben. In einem vom Fußballverband seines Heimatlandes veröffentlichten emotionalen Brief verabschiedete sich der Juventus-Stürmer am Donnerstag. "Ich habe immer lieber auf dem Spielfeld als abseits davon gesprochen, schrieb der 32-Jährige. "Daher sind diese Worte schwieriger als in einen harten Zweikampf zu gehen oder in der 120. Minute zu sprinten."Die Entscheidung sei schwierig, da er wisse, welche Ehre es sei, das kroatische Trikot anzuziehen und sein Land zu vertreten, so Mandzukic: "Es gibt keinen perfekten Moment, um zu gehen. Ich glaube, wenn wir könnten, würden wir für Kroatien spielen, solange wir leben, denn es gibt keine größere Ehre. Aber ich glaube, für mich ist der Zeitpunkt jetzt gekommen."

Vor seinem Wechsel nach Italien 2015 spielte Mandzukic eine Saison in Madrid bei Atlético, zuvor bei Bayern und Wolfsburg. In seinen 89 Spielen seit 2007 für Kroatiens Nationalmannschaft erzielte er 33 Tore. In Russland schoss er Kroatien gegen England ins Halbfinale. Im Finale gegen Frankreich erzielte er ein Eigentor und einen Treffer zum 2:4.

Schwimmern, Para-EM: Kurz nach dem Ende der European Championchips ist nun die Para-Schwimm-EM gestartet. Am ersten Wettkampftag in Dublin holte sich das Team des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) direkt zweimal Gold und einmal Bronze. Maike Naomi Schnittger vom SC Potsdam war über 400 m Freistil mit einem Vorsprung von knapp drei Sekunden die erste im Ziel. Bei den Männern gewann Tobias Pollap (Hattingen) über 50 m Schmetterling die Bronzemedaille.

Basketball, NBA: Der dreimalige Basketball-Olympiasieger Carmelo Anthony ist wie erwartet zu den Houston Rockets gewechselt. Der 34-Jährige unterschrieb in Houston einen Einjahresvertrag, wie das Team aus der nordamerikanischen Profiliga NBA auf Twitter bekannt gab.Anthony soll laut Medienberichten 2,4 Millionen Dollar (2,1 Millionen Euro) verdienen. Nach der schlechtesten Saison seiner Karriere mit durchschnittlich 16,2 Punkten in 78 Spielen mit den Oklahoma City Thunder verstärkt der zehnmalige Allstar künftig die Mannschaft um MVP James Harden und Superstar Chris Paul.Anthony war vor etwa einem Monat im Rahmen eines Tauschgeschäfts zwischen drei Teams von Oklahoma an die Atlanta Hawks abgegeben worden. Das Geschäft, an dem auch die Philadelphia 76ers beteiligt waren, brachte den deutschen Nationalspieler Dennis Schröder (24) zu OKC. Die Hawks hatten Anthony dann auf die sogenannte Waiverliste gesetzt, innerhalb von 48 Stunden konnten alle anderen Teams den 34-Jährigen verpflichten.

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