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Vereinssuche des Ex-Dortmunders:Viele geeignete Klubs gibt es für Götze nicht

Es ist das ewige Dilemma dieses eigentlich famos begabten Fußballers: Wo er auch hinkommt, er wird stets von der Vergangenheit begleitet. Dabei wäre er unter den richtigen Gegebenheiten gewiss ein Gewinn für viele Mannschaften. Götze als Ballmagnet, als herausragender Techniker, als Teil einer harmonisch agierenden Ballbesitzmannschaft - das könnte immer noch funktionieren, wenn er den richtigen Trainer (und die richtige Pflege) antreffen würde. Abstiegskampf samt Kratzenbeißenpflügen (etwa in Köln) oder Graumäusigkeit (an manch anderem Ligastandort) kommen eher nicht in Frage. Genausowenig wie das Hochtempospiel in Leipzig, wo ohnehin alle Planstellen besetzt sind.

Entscheidend ist, wo Götze selbst die besten Chancen sieht, noch einmal der Götze zu sein, der er lange nicht mehr war. Verdient hat er in seinen üppig vergüteten Jahren in Dortmund und München genug, man darf es Götze ruhig glauben, wenn er sagt: "Der finanzielle Aspekt spielt für mich nur eine untergeordnete Rolle. Die entscheidenden und wirklich wichtigen Faktoren sind die Sportlichen."

Er habe "ehrgeizige Ziele und will unbedingt noch die Champions League gewinnen", erzählt er der Bild. Das sei sein Antrieb: "Ich will meine Karriere nicht beenden, ohne diesen Titel einmal gewonnen zu haben." Bei solchen Ansprüchen bliebe in Deutschland eigentlich nur ein Verein übrig - auch wenn das mit dem Triumph in der Champions League selbst da schwierig wird: Bayer Leverkusen.

Dort könnten sie Götze mit den vielen Millionen aus dem Havertz-Transfer bezahlen, es ginge einigermaßen beschaulich zu. Die Götzes müssten vielleicht nicht einmal umziehen und könnten am Dortmunder Phoenixsee wohnen bleiben. Zudem fände er in Peter Bosz einen Trainer, den er aus Dortmunder Tagen kennt und schätzt. Und, auch nicht ganz unwichtig: In Havertz und Kevin Volland haben gerade erst zwei Promis den Verein verlassen. Aber auch hier gestaltet sich die Sache vertrackt: Er könne es sich zwar "vorstellen", nochmal mit Mario zusammenzuarbeiten, sagte Bosz am Freitag, aber er "glaube nicht", dass das noch in diesem Transfersommer passieren werde. "Wir suchen momentan für andere Positionen. Deshalb macht es keinen Sinn, darüber zu spekulieren."

© SZ.de/ebc
German Chancellor Merkel and German President Gauck pose with the Germany's coach Loew and his players after Germany beat Argentina in the 2014 World Cup final at the Maracana stadium in Rio de Janeiro

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