MeinungMarathonläufer SaweSelbst bei 250 Dopingtests pro Woche läuft der Zweifel weiter mit

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Kommentar von Johannes Knuth

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Binnen zwei Marathons an die Weltspitze geschossen: Der Kenianer Sabastian Sawe bejubelt seinen Sieg beim London-Marathon 2025 in Weltjahresbestzeit von 2:02:03 Stunden.
Binnen zwei Marathons an die Weltspitze geschossen: Der Kenianer Sabastian Sawe bejubelt seinen Sieg beim London-Marathon 2025 in Weltjahresbestzeit von 2:02:03 Stunden. (Foto: Alberto Pezzali/dpa)

Sabastian Sawe, derzeit schnellster Marathonläufer der Welt, finanziert zwei Monate lang sein eigenes, rigides Anti-Doping-Programm. Ein ehrenwerter Schritt – der aber viel zu kurz greift.

Zwei frische Nachrichten, die die Lage des sogenannten Anti-Doping-Kampfes hübsch bündeln: Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat die kenianische Anti-Doping-Agentur kürzlich für „non-compliant“, für nicht-konform erklärt. Was so sperrig klingt wie die Nachricht aus einer Planfeststellungsbehörde, ist ein saftiges Misstrauensvotum seitens der globalen Oberaufsicht. Sie traut einem Mitgliedsverband erst mal nicht mehr zu, die Anti-Doping-Arbeiten im Land zu führen. Bessert die Agentur bis Anfang Oktober nicht nach, droht Kenias Athleten im schlimmsten Fall ein internationales Startverbot.

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Von Johannes Knuth

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