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FC Bayern:"Manuel ist der beste Torhüter der Welt"

Manuel Neuer

Manuel Neuer: Will Münchner bleiben

(Foto: dpa)

Zuletzt waren die Verhandlungen ins Stocken geraten, nun meldet der Klub eine Einigung: Torwart Manuel Neuer verlängert seinen Vertrag bis 2023.

Kurzzeitig drohte der Abschied - nun bleibt Manuel Neuer dem FC Bayern München doch erhalten: Der Kapitän des deutschen Fußball-Rekordmeisters und der Nationalmannschaft hat seinen 2021 auslaufenden Vertrag um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert. Er sehe mit "großem Optimismus in die Zukunft. Ich fühle mich in Bayern sehr wohl und heimisch. Der FC Bayern ist und bleibt eine der europäischen Top-Adressen des Fußballs", sagte Neuer.

Über Wochen hatte sich der Poker zwischen dem 34-Jährigen und den Bayern hingezogen. Wegen überzogener Gehaltsforderungen - über 20 Millionen Euro war spekuliert worden - und Neuers angeblicher Forderung nach einem langfristigen Kontrakt über vier oder fünf Jahre soll es zwischen dem Weltklassekeeper und dem FC Bayern nach bislang neun erfolgreichen Jahren fast zum Zerwürfnis gekommen sein. Doch nun scheint alles ausgeräumt zu sein.

"Der FC Bayern ist sehr glücklich und zufrieden", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und ergänzte artig: "Manuel ist der beste Torhüter der Welt." Vorstand Oliver Kahn sprach von einem "starken Signal", das "Identifikationsfigur und Führungsspieler" Neuer nun setze. Er könne sich, so Kahn weiter, "sehr gut in die Situation, in der sich Manuel befindet, hineinversetzen. Wir haben verstanden, in welche Richtung Manuel in dieser Phase seiner Karriere denkt und was für ihn wichtig ist."

Signal auch an Nübel

Wichtig ist Rio-Weltmeister Neuer vor allem Wertschätzung. Und die konnte er vonseiten der Bayern zwischenzeitlich offenbar nicht erkennen. Neuer war "irritiert", dass Gesprächsinhalte nach außen drangen. Das sei noch nie passiert, "jetzt aber stehen ständig Details aus den aktuellen Gesprächen in den Medien, die oft nicht einmal stimmen", hatte er in der Bild am Sonntag geklagt. Dies ärgere ihn.

Offenbar konnten die Irritationen aber ausgeräumt werden. Zumal Neuer für Trainer Hansi Flick, der ebenso wie Thomas Müller unlängst bis 2023 verlängerte, ein ganz wichtiger Baustein in den Planungen für eine erfolgreiche Zukunft ist. Neuer sei "eindeutig unsere Nummer 1, daran wird sich auch in der kommenden Saison nichts ändern". Und wohl auch bis 2023 nicht.

Zum Leidwesen von Alexander Nübel. Der 23-Jährige kommt im Sommer aus Schalke in der Hoffnung, Neuer möglichst schnell zu beerben. Aber da wird sich Nübel noch gedulden müssen. Zumal ihn Flick nur als "einen jungen, talentierten Torhüter" sieht. Nübel wisse das auch, betonte Flick zuletzt im kicker.

Auch eine bei der Vertragsunterzeichnung angeblich zugesagte Anzahl von Pflichtspielen interessiert den 55-Jährigen in der Causa nicht: "Wer letztendlich spielt, ist immer Sache des Trainers." Und der steht voll auf Neuers Seite - umgekehrt ist dies auch der Fall: "Hansi ist ein super Trainer. Darum war seine Vertragsverlängerung für mich auch ein Signal."

© SZ.de/sid/ska

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Von Benedikt Warmbrunn

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