Süddeutsche Zeitung

Pressestimmen zu ManCity:"Pep, was machst du jetzt?"

Englische Medien sehen nach der Champions-League-Sperre gegen Manchester City einen Wendepunkt. In Italien wird über einen Wechsel von Trainer Pep Guardiola zu Juventus spekuliert.

England

BBC: "Wird (Trainer Pep) Guardiola sich dafür entscheiden, weiter zu machen? Und wenn ja, wie steht es um die Zukunft der Starspieler des Vereins, zu dem viele kamen, weil er ihr Trainer ist ... Es ist eine spannende Situation, und wir sind noch weit von einem Endergebnis entfernt."

The Guardian: "Verbot oder kein Verbot: Guardiola ist wahrscheinlich nicht mehr im Jahr 2023 bei Manchester City angestellt. Sein derzeitiger Vertrag läuft Ende nächster Saison aus und zu diesem Zeitpunkt wäre er länger in dem Verein als in allen seinen früheren Anstellungen als Trainer."

The Telegraph: "Die Bestrafung von Manchester City durch die UEFA ist ein Wendepunkt - das Zeitalter der uneingeschränkten Macht für milliardenschwere Besitzer ist vorbei. Die drastische Sanktion wird in der Branche nachhallen, die ein weltweites Publikum verzaubert hat, das es gewohnt ist, dass Geld und Macht maßgeblicher sind als die Verbände."

Sky News: "Das ist keineswegs das Ende der Geschichte. Manchester City wird nicht kampflos gehen. Sie werden alles Mögliche tun, um die Entscheidung zu revidieren und wieder in die Champions League zu kommen. Sie haben einige der besten Sportanwälte der Welt, die für sie arbeiten."

Daily Mail: "Es wird nicht viel Sympathie für Manchester City im Fußball geben. Sie haben die UEFA und deren Finanzkontrollbehörde in die Irre geführt. Sie haben Zahlen aufgeblasen, bei den Einnahmequellen betrogen. Das Strafmaß macht die Schwere dieser Straftat deutlich."

Mirror: "Massaker am Valentinstag. Guardiolas Traum liegt in Trümmern. Der zweijährige Ausschluss aus dem lukrativsten und prestigeträchtigsten europäischen Wettbewerb ist ein schwerer Schlag für den Ruf des reichsten Klubs der Welt. Mehr Sorgen muss sich City aber darüber machen, was die Entscheidung für Guardiolas Zukunft bedeutet."

The Sun: "Pep Guardiola hat immer bestritten, dass dieser Tag einmal kommen wird. Die Frage ist jetzt, was das für den Architekten des größten Teams der Klubgeschichte bedeutet. Angeblich will Juventus-Präsident Andrea Agnelli Guardiola nach Turin holen. Die letzten Entwicklungen im brutalen Streit zwischen City und der UEFA dürften Agnellis Hoffnungen auf die Erfüllung seines Traums verstärkt haben."

Spanien

Sport: "Das Projekt City ist in ernsthafter Gefahr. Die Uefa verhängt mit dem K.o. eine historische Sanktion, die unvorhersehbare Folgen hat. City hat versucht, die Schockwelle mit der Erklärung zu mindern, dass der Klub vor den CAS ziehen wird. Die Wahrheit ist aber, dass das Image des Klubs ernsthaft beschädigt wurde."

El Mundo Deportivo: "Schock im Fußball. Die Strafe hat ein Erdbeben im gesamten europäischen Fußball verursacht. Wir werden sehen, was mit Pep Guardiola und seiner Mannschaft passiert. Vor einigen Wochen war sich der katalanische Trainer noch sicher, dass er eine weitere Saison auf der Bank sitzen würde."

Italien

Gazzetta dello Sport: "Pep, was machst du jetzt? Die Frage beschäftigt ganz Europa. Guardiola könnte den englischen Klub verlassen: Juve und Barca schauen auf seine Entscheidungen. Die Karten werden wieder gemischt. Schon im vergangenen Sommer hatte das Juve-Volk vom katalanischen Trainer geträumt. In dieser schwierigen Phase für Juve-Coach Sarri wächst der Hunger nach Pep noch mehr."

Corriere dello Sport: "Eklatant! Die Uefa geht mit eisernem Griff gegen Manchester City vor und sendet ein klares Signal an die großen europäischen Klubs: Die Regeln müssen respektiert werden, denn solide Bilanzen sind das Fundament eines gesunden Fußballs. Die Uefa beweist mit diesem Beschluss, dass sie es in Sachen Finanzsolidität ernst meint und sich nicht davor scheut, gegen einen der reichsten Klubs der Welt vorzugehen."

Tuttosport: "Der Wirbelsturm Pep fegt über den europäischen Fußball. Mit dem zweijährigen Ausschluss von Manchester City aus der Champions League ist Guardiolas Zukunft wieder offen. Mehrere Klubs sind gern bereit, ihm eine Stelle anzubieten. Guardiola könnte zum Ziel mehrerer europäischer Klubs werden".

Corriere della Sera: "Manchester City, mit einem geschätzten Wert von fünf Milliarden Euro der reichste Klubs des Weltfußballs, wird aus den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Doch das Erdbeben im europäischen Fußball hat erst begonnen. Der teure Guardiola, verbotener Traum großer Klubs wie Juventus, hat zwar noch einen Vertrag bis 2021. Doch angesichts der neuen Szenarien wird er keine Probleme haben, sich auszulösen. Auch Talente wie Sane, De Bruyne, Aguero, Sterling, Foden und Ederson könnten den Fußball-Markt revolutionieren."

La Repubblica: "Die Jagd nach den City-Juwelen hat begonnen, vor allem was Guardiola angeht. Die Chance, dass es zu einer Scheidung zwischen dem katalanischen Coach und dem englischen Klub kommt, konkretisiert sich und Juve beobachtet die Entwicklungen. Für die Alte Dame ist Pep jetzt viel mehr als nur ein Traum. Die Aussichten, dass der Spanier Sarri beerben könnten, werden realistischer."

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.4799626
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ.de/dpa/sid/ebc
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.