bedeckt München 24°

Fußballmeister in England:"Das ist beispiellos"

Riyad Mahrez jubelt mit seinen Teamkollegen von Manchester City - auf diesem Bild vom 4. Mai allerdings noch nicht über die Meisterschaft.

(Foto: Dave Thompson/AP)

Manchester City ist englischer Meister - zum dritten Mal in vier Jahren. Trainer Pep Guardiola ist mächtig stolz auf sein Team, das an Weihnachten noch Tabellenachter war.

An Heiligabend noch Achter, jetzt vorzeitig Meister: Manchester City hat nach einer denkwürdigen Saison zum siebten Mal den englischen Fußball-Thron bestiegen und die Nachfolge des FC Liverpool angetreten. "Das war eine Saison und ein Titel wie kein anderer zuvor. Das war der schwierigste", sagte Teammanager Pep Guardiola, der am Dienstagabend auf der Couch zum Champion der Premier League wurde.

Das Team mit Nationalspieler Ilkay Gündogan saß zum Großteil vor den TV-Geräten, als der einzig verbliebene Verfolger Manchester United auch wegen einer Rekord-Rotation gegen Leicester City 1:2 (1:1) verlor. Drei Spieltage vor Schluss hat ManCity zehn Punkte Vorsprung auf den Stadtrivalen und kann somit nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden.

"Wir werden uns immer an die Art und Weise erinnern, wie wir diese Meisterschaft gewonnen haben. Ich bin so stolz, Teil dieses Teams und dieser Gruppe zu sein", sagte Guardiola. City hatte zuvor bereits den Ligapokal gewonnen und kann am 29. Mai im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea das Triple schaffen. Nie zuvor in der Geschichte der Premier League hatte ein Team, das an Weihnachten nur auf Rang acht lag, am Ende den Titel geholt. In der alten First Division war dies zuletzt Liverpool 1981/82 gelungen, als die Reds von Rang zwölf noch nach ganz vorne stürmten.

"Meine Jungs sind etwas Besonderes. All die Schwierigkeiten und Restriktionen zu überwinden und dann diese Konstanz zu zeigen - das ist beispiellos", sagte "Pep" weiter. Guardiola hat die Premier League nun in drei von fünf Jahren auf der Insel gewonnen, eine solch herausragende Leistung war zuletzt Kenny Dalglish (1985/86, 1987/88 und 1989/90) gelungen.

City profitierte am Dienstag auch von einer "Heavy Rotation" Uniteds. Teammanager Ole Gunnar Solskjaer nahm zwei Tage nach dem Auswärtsspiel bei Aston Villa (3:1) und zwei Tage vor dem Topspiel gegen den FC Liverpool gleich zehn Veränderungen in der Startelf vor, einzig Mason Greenwood spielte erneut von Beginn an. Eine solche Rotation hatte es bei ManUnited in der Premier League zuvor nur im Mai 2009 gegen Hull City gegeben. Der 19 Jahre alte Luke Thomas (10.) und Caglar Söyüncü (66.) trafen für Ex-Meister Leicester, der vorerst auf Rang drei kletterte. Greenwood (15.) erzielte das zwischenzeitliche 1:1 für United. Weil der erneute Ausgleich aber nicht gelang, jubelte am Ende der Rivale aus der eigenen Stadt.

© SZ/sid/fued/berj
Zur SZ-Startseite
FA Cup: Timo Werner beim Halbfinale FC Chelsea gegen Manchester City

MeinungFinalisten der Champions League
:Die Geldkanone trifft ins Ziel

Mit ManCity und dem FC Chelsea stehen just die Klubs im Champions-League-Finale, die vor der Saison am meisten Geld ausgegeben haben. Die Debatte um Investoren und um die Super League zeigt, dass es strenge Finanzregeln braucht.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB