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Manchester City:Guardiola lässt von seinen Vorstellungen los

Den neuen Anforderungen konnten diese Spieler nicht entsprechen - und Guardiola merkte es im Verlauf der Hinrunde. Statt sich über die Unzulänglichkeiten seines Personals zu beklagen, fing er an, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Guardiola akzeptierte die Defizite seiner Profis und passte die Strategie ihren Fähigkeiten an, ohne seine Vorstellungen aus dem Blick zu verlieren.

Zu sehen war das nun besonders im Duell mit Mourinho, einem wahren Meister, wenn es darum geht, die Unzulänglichkeiten der gegnerischen Mannschaft auszunutzen. Aus Respekt vor den Kontern von United verzichtete Guardiola also weitgehend auf die Einbindung der Außenverteidiger in der Offensive. "Wir haben keine Spielertypen, die an der Seitenlinie ununterbrochen hoch und runter laufen können", sagt Guardiola: "Unsere Außenverteidiger sind weit über 30 Jahre alt." Beim Loslassen von der Vorstellung, ManCity auf Anhieb mit der eigenen Ideologie an die Spitze zu führen, half ihm das Vertrauen der Klubverantwortlichen - und das Wissen, den Kader Zug um Zug nach seinen Wünschen umgestalten zu können.

Die Klubführung hatte schon mehrmals versucht, sich den Triumph in der Champions League durch sündhaft teure Einzelkönner zu erkaufen. Unter Führung von Scheich Mansour gab ManCity im vergangenen Jahrzehnt eine Milliarde Euro an Ablöse aus. Herausgekommen ist nur die Erkenntnis, sowohl die Entwicklung des Teams als auch das Personalmanagement in Guardiolas Hände zu geben.

Im Jahr eins nach seinem Abschied vom FC Bayern mag Guardiola etwas vom sportlichen Glanz verloren haben. Im Gegenzug bekam er, was er vorher nur selten genoss: Beliebtheit.

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