Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo hat sich mit einer beeindruckenden Vorstellung für das Finale bei den Europameisterschaften qualifiziert. Die zweimalige Weltmeisterin von der LG Kurpfalz stellte in der Qualifikation am Dienstagvormittag in Rom in ihrem ersten Versuch mit 7,03 Metern eine europäische Jahresbestleistung auf und sicherte sich den Zugang für die Entscheidung am Mittwoch (ab 20.54 Uhr/ZDF).
Mihambo, die erstmals in dieser Saison die Sieben-Meter-Marke übertraf, geht die Titelkämpfe in Italien ohne großen Druck an. „Für mich ist es auf jeden Fall eine Meisterschaft, die ich sehr ernst nehme“, hatte die Europameisterin von 2018 vor den Wettkämpfen gesagt: „Aber natürlich ist klar, dass in Paris dann im Sommer der absolute Höhepunkt gesetzt wird.“ Bei den Sommerspielen in Frankreich möchte die 30-Jährige als erste Weitspringerin überhaupt zwei Olympiasiege nacheinander holen. Bei den vergangenen Europameisterschaften in München war Mihambo geschwächt von einer Corona-Infektion an den Start gegangen und hatte Silber gewonnen.
Speerwurf-Europameister Julian Weber tat sich in seiner Qualifikation am Dienstagmittag indes schwerer: Der Mainzer erzielte erst im dritten Versuch 85,01 Meter und qualifizierte sich damit als Bester der zwölf Finalisten für die Entscheidung am Mittwochabend (20.28 Uhr/ZDF). Zuvor hatte Weber nach 78,76 sowie 80,18 Metern um den Finaleinzug zittern müssen. Max Dehning (Leverkusen), der Ende Februar mit einem 90-Meter-Wurf auf sich aufmerksam gemacht hatte, schaffte es mit 80,52 Metern als Letzter ins Finale.
