BundesligaMainz trennt sich von Trainer Henriksen

Lesezeit: 2 Min.

Führte die Mainzer in der vergangenen Saison noch bis in den Europapokal: Bo Henriksen.
Führte die Mainzer in der vergangenen Saison noch bis in den Europapokal: Bo Henriksen. (Foto: Daniela Porcelli/Getty Images)

Drei Tage nach dem 0:4 gegen den SC Freiburg gibt der FSV Mainz 05 die Trennung von Trainer Bo Henriksen bekannt.

Der FSV Mainz 05 hat auf die sportliche Krise reagiert und sich von Trainer Bo Henriksen getrennt. Das teilte der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga drei Tage nach dem 0:4 beim SC Freiburg mit. Das Training übernehme interimistisch bis zu einer Neubesetzung des Trainerpostens U23-Coach Benjamin Hoffmann, hieß es vom Klub.

Sportvorstand Christian Heidel sagte zur Trennung: „Leider gibt es im Fußball aber auch immer wieder Entwicklungen, die aus sportlichen Gründen eine Neuorientierung nötig machen – obwohl alle Beteiligten bis zuletzt gemeinsam mit aller Kraft an Lösungen gearbeitet haben.“ Man sei gemeinsam mit Henriksen zur Erkenntnis gekommen, „dass wir einen solchen Punkt erreicht haben, auch wenn die Trennung wirklich schmerzt“.

Schon direkt nach der heftigen Pleite in Freiburg und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz hatten die Mainzer Vereinsverantwortlichen ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Henriksen vermieden. „In dieser Saison ist es uns leider nicht gelungen, den gleichen erfolgreichen Fußball zu spielen, obwohl wir bis zuletzt dafür gekämpft haben. Das ist leider auch Fußball“, wurde der dänische Trainer zitiert.

Henriksen hatte die Mainzer im Februar 2024 übernommen, als der Verein in akuter Abstiegsnot war. Mit ihm gelang der Klassenerhalt.Richtige Euphorie entfachte der 50-Jährige in der vergangenen Saison. Der FSV mischte die Bundesliga mit erfolgreichem Power-Fußball auf und schnupperte sogar an der Champions-League-Qualifikation. Am Ende reichte es immerhin für die Teilnahme an der Conference League.

Henriksen gelang es aber nicht, diese Erfolgsstory weiterzuschreiben. Zwar gehören die 05er in der Conference League zur Spitzengruppe, im Kerngeschäft Bundesliga stehen die Rheinhessen nach zwölf Spieltagen aber nur bei einem Saisonsieg. Die schwache Vorstellung beim 0:4 gegen Freiburg war der Tiefpunkt unter Henriksen: Der Retter war nicht mehr zu retten.

Gründe für den Misserfolg gibt es mehrere: In der Offensive konnten die Mainzer den Abgang von Jonathan Burkardt, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt wechselte, nicht kompensieren. Leistungsträger wie U21-Vizeeuropameister Paul Nebel knüpften bislang nicht annähernd an die herausragende Form der Vorsaison an.

Außerdem machte sich der FSV das Leben selbst schwer. Schon fünf Platzverweise gab es für die 05er in dieser Bundesliga-Saison.Der Rückstand der Mainzer, die bislang sechs Punkte holten, auf den Relegationsrang 16 beträgt zwei und auf den 15. Platz drei Zähler. Dem Klub droht damit nach 17 Spielzeiten im Oberhaus wieder der Abstieg in die 2. Bundesliga. Diesen will der FSV verhindern – ohne Henriksen.

© SZ/dpa - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Kennet Eichhorn von Hertha BSC
:Rekord mit 16 Jahren und 128 Tagen

Kennet Eichhorn ist jetzt jüngster Torschütze der DFB-Pokal-Geschichte. Der Teenager von Hertha BSC steht sinnbildlich für den Aufstieg des Hauptstadtklubs – die großen Vereine sind schon an ihm dran.

SZ PlusVon Javier Cáceres

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: