„Mal gewinnt man, mal verliert man, und heute war leider nicht der Tag, an dem man gewinnt“: Tapfer versuchte Benjamin Steffan, sein Unglück sportlich zu nehmen. Gleichzeitig hatte er wie seine Partnerin Jennifer Janse van Rensburg hart mit seinen Emotionen zu kämpfen. Ein Fehler Steffans beim Twizzle, einer schnellen Drehung auf einem Bein, kostete das einzige deutsche Duo bei den olympischen Eistanz-Wettbewerben in Mailand die Teilnahme am Kür-Finale der besten 20 Paare.
Mit 63,67 Punkten belegten die fünfmaligen deutschen Meister Platz 23 im Rhythmustanz – den letzten. Hätten sie nur ihre Leistung von den deutschen Meisterschaften im Dezember zu Hause in Oberstdorf bestätigt, als sie 77,06 Punkte erreichten, hätten sie als Vierzehnte an diesem Mittwochabend in der Ice Skating Arena in Assago ihre Tango-Kür präsentieren dürfen, an der sie so lang gefeilt haben. „Es war einfach nicht im Fuß. Die Kufen sind eng, das passiert schnell“, sagte Steffan: „Die Enttäuschung sitzt tief, aber ich bin unfassbar stolz darauf, was wir als Team erreicht haben. Auch wenn das nicht der Lauf war, den wir uns vorgestellt haben.“
Für den 30-Jährigen gebürtigen Chemnitzer und seine 32-jährige Partnerin war es die erste Olympiateilnahme. „Die Erfahrung, hier zusammen auf das Eis zu gehen, das Publikum zu sehen und die Atmosphäre aufzusaugen, war einmalig. Das ist etwas, was in den Herzen bleibt“, sagte Jennifer Janse van Rensburg.
Bei den Weltmeisterschaften im kommenden März in Prag wollen sie noch einmal an den Start gehen und dann auch ihre Kür zeigen: „So können wir die Saison nicht beenden. Wir haben noch etwas gut zu machen.“

