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Lockerer Bayern-Sieg im DFB-Pokal:Sammers Doppeldeutigkeit

Durchaus doppeldeutig durfte man angesichts der Augsburger Einsatzfreude Bayern-Sportchef Matthias Sammer verstehen, der sagte: "Die Augsburger haben schon versucht, uns ein bisschen weh zu tun. "Das erklärte allerdings nur zum Teil, dass die Bayern ihre gewohnte Dominanz vermissen ließen. Zudem wirkten sie in der Abwehr schlecht sortiert; so richtig torgefährlich wurde der FCA, bei dem diesmal Stürmer Sascha Mölders von Beginn an mitwirkte, aber auch nicht. Einen Schuss von Halil Altintop blockte Dante (19.), ein Versuch von André Hahn aus der Distanz bereitete Neuer keine Mühe (22.).

Die Bayern hätten zum zweiten Treffer kommen können, als Matthias Ostrzolek Müller im Strafraum hielt, Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) fand die Szene allerdings nicht elfmeterwürdig (43.). Zu Beginn der zweiten Hälfte ließen die Münchner den FCA dann so wenig mitspielen, wie man es von Beginn an erwartet hatte; das Spiel blieb spannend, weil der Spielstand knapp blieb. Mandzukic scheiterte aus spitzem Winkel an Hitz (55.), und Mario Götze verpasste kurz darauf Müllers Flanke.

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl ("Wir wollten den Bayern nicht absichtlich weh tun, sondern aggressiv in die Zweikämpfe gehen") reagierte darauf mit zwei neuen Offensivkräften; er brachte Arkadiusz Milik und Raul Bobadilla für Mölders und Altintop ins Spiel. Bei den Münchnern kam Franck Ribéry für Götze (66.) - und zu seinem Comeback nach seinem Rippenanbruch.

Der FCA fand nun wieder besser in die Partie, die Münchner ließen ihre Gegenspieler nach den weiten Schlägen allerdings oft ins Abseits laufen. Und als das einmal nicht klappte, eilte Neuer aus dem Strafraum und klärte spektakulär - mit dem Kopf vor drei heranstürmenden Augsburger Angreifern (69.).

Schließlich fiel doch die Entscheidung auf der Gegenseite: Nach einem Eckball flankte Jérôme Boateng, und Müller drückte den Ball ins Tor (78.), mit einer "Kombination aus Kopf und Schulter", wie er später erläuterte. Nur gegen Mandzukic musste er sich dabei durchsetzen, nicht aber gegen einen Augsburger. Die Schwaben hingegen hatten ihre besten Möglichkeiten durch Holzhauser und Bobadilla erst, als der Abend schon abgehakt war.

© SZ vom 05.12.2013
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