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Liga-Reform:In der Liga gibt es viele Fans des Videobeweises

Ligaverbands-Vize Peters sagte, es sei nicht darum gegangen, "die Solidarität mit der zweiten Liga grundsätzlich in Frage zu stellen". Vielmehr hätten die Vereinsvertreter diskutiert, welche anderen Kriterien bei der Aufteilung der Erlöse noch berücksichtigt werden sollen. Einige Clubs wollten nun Vorschläge erarbeiten, "wie zum Beispiel Fanbasis, Pay-TV-Abonnenten o.ä. berücksichtigt werden könnten". Insgesamt erhoffen sich die Verantwortlichen aus dem zukünftigen TV-Vertrag Einnahmen von einer Milliarde Euro pro Saison.

Noch konkreter sind die angedachten Strukturveränderungen beim DFB. Er soll grundsätzlich professionalisiert werden, dafür erklärte die Liga im Gegenzug ihre Unterstützung für den DFB-Präsidentschaftskandidaten Reinhard Grindel. Er soll am 15. April auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag als Nachfolger von Wolfgang Niersbach gekürt werden, der im November zurücktrat.

Videobeweis könnte in der Saison 2016/17 getestet werden

"Der Ligavorstand begrüßt die Bereitschaft des DFB, seine wirtschaftlichen Aktivitäten zu bündeln und die Kontrollfunktion neu zu ordnen", teilte die DFL mit. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb soll in einer DFB GmbH gebündelt werden. Diese erhält einen Aufsichtsrat und kümmert sich um Themen wie Marketing, Sponsoring und Rechtevermarktung für den DFB-Pokal. Es soll auch einen hauptamtlichen Geschäftsführer mit Direktoren für die einzelnen Bereiche geben.

Positiv aufgenommen wurde in der Liga, dass die DFL den Videobeweis auf den Weg bringen will. Früher oder später werde er kommen, sagte Guardiola. Einzelne Momente könnten entscheiden, da könne Video Schiedsrichtern helfen. Ähnlich sieht es Alexander Rosen, Manager von 1899 Hoffenheim: "Alles, was das Spiel besser und fairer macht, sollte man prüfen und umsetzen. Die Bedenken der Traditionalisten sind längst weggewischt." Klarer Befürworter ist auch Augsburgs Chefcoach Markus Weinzierl. "Ich glaube, dass es gerechte Ergebnisse, gerechte Absteiger, gerechte Meister geben soll. Ich bin für den Videobeweis."

Voraussetzung für die Einführung ist aber, dass die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) sie auf ihrer Sitzung vom 4. bis 6. März erlauben. Danach könnte der Video-Schiedsrichter zur Saison 2016/17 seinen Testbetrieb aufnehmen.