Süddeutsche Zeitung

 FC Barcelona:Lewandowski darf spielen

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Der spanische Fußball-Verband erteilt dem ehemaligen Stürmer des FC Bayern die Spielerlaubnis. Der Pole darf ab sofort für die Katalanen auflaufen, ein weiterer Zugang wartet noch auf seine Spielberechtigung.

Von Javier Cáceres, Berlin

Die Hängepartie um die Spielberechtigung des ehemaligen Bayern-Profi Robert Lewandowski ist beendet. Am Freitagabend teilte der spanische Ligaverband LFP auf seiner Homepage mit, dass der Top-Zugang der Katalanen als neuer Spieler Barças offiziell lizensiert worden sei. Neben Lewandowski wurden auch weitere Zugänge Barças registriert: Flügelspieler Raphinha, vormals Leeds United, Verteidiger Franck Kessié, der vom AC Milan nach Barcelona gewechselt war, und der frühere Gladbacher Andreas Christensen (zuletzt FC Chelsea). Ihrem Einsatz beim Saisonauftakt an diesem Samstag gegen Rayo Vallecano stand damit nichts mehr im Wege.

Nach SZ-Informationen ist auch der ehemalige Dortmunder Ousmane Dembélé spielberechtigt. Er hatte durch die Unterzeichnung eines neuen Vertrags neu angemeldet werden müssen.

Die Registrierung der Zugänge gestaltete sich wegen der prekären Finanzlage Barças schwierig. Der katalanische Traditionsklub hatte am Freitag mitgeteilt, weitere 100 Millionen Euro durch den Verkauf von Rechten an der audiovisuellen Plattform Barça Studios verkauft zu haben. Insgesamt hat Barça in den vergangenen Wochen durch den Verkauf von Klubanteilen fast eine Milliarde Euro eingenommen. Barça hat nun etwa die Hälfte von Barça-Studios veräußert. Zudem wurden 25 Prozent der TV-Einnahmen der kommenden 25 Jahre verpfändet.

Trotz dieser Deals stand die Lizenzierung der Zugänge durch die LFP infrage, weil Barça weiter horrende Gehaltskosten bedienen muss. Sie beliefen sich zuletzt auf mehr als eine halbe Milliarde Euro. Der Ligaverband LFP sieht die bisherigen Anstrengungen Barças als unzureichend an. Daher muss Jules Koundé, Zugang vom FC Sevilla, weiter auf grünes Licht durch die LFP warten. Barça versucht auch daher mit allen Mitteln, den niederländischen Nationalspieler Frenkie de Jong zu verkaufen. De Jong zählt bei Barça zu den Großverdienern. Mit einem weiteren Spitzenverdiener, Verteidiger Gerard Piqué, soll eine Einigung über eine drastische Gehaltskürzung erzielt worden sein.

Lewandowski war vor wenigen Wochen für mehr als 45 Millionen Euro von München nach Barcelona gewechselt. Die Ablöse kann durch Bonuszahlungen auf 50 Millionen Euro anwachsen. Nach Informationen des Online-Magazins The Athletic hat Lewandowskis Berater eine Provision von 10 Millionen Euro zugesagt bekommen. Der FC Barcelona war zuletzt nach offiziellen Angaben mit 1,35 Milliarden Euro verschuldet. Die in den letzten beiden Jahren angehäuften und nun ausgeglichenen Verlusten lagen bei rund einer halben Milliarde Euro.

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