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Champions League:Leverkusen wahrt seine kleine Chance

Torschütze zum 2:0: Leverkusens Kevin Volland.

(Foto: AFP)
  • Bayer 04 Leverkusen gewinnt 2:1 gegen Atlético Madrid und holt seine ersten drei Punkte der Champions-League-Saison.
  • Leverkusen profitiert von einem Eigentor von Thomas und einem Treffer von Volland. Morata kann für Atlético nur noch verkürzen.
  • Manchester City spielt 1:1 in Bergamo - und lässt insgesamt drei verschiedene Torleute ran.

Bayer Leverkusen hat in der Champions League am vierten Spieltag die ersten drei Punkte eingefahren und seine kleine Chance auf das Erreichen des Achtelfinals gewahrt. Die mit drei Niederlagen gestartete Mannschaft von Trainer Peter Bosz bezwang Atlético Madrid mit 2:1 (1:0) und hat nun vier Punkte Rückstand auf den zweimaligen Finalisten.

Mit zwei weiteren Siegen bei Lok Moskau (3 Punkte) und gegen das schon qualifizierte Juventus Turin (10) würde Bayer als zweites Team der Champions-League-Historie nach Newcastle United in der Saison 2002/03 nach drei Anfangsniederlagen noch die Vorrunde überstehen - falls Atlético (7) am letzten Spieltag zu Hause gegen Moskau nicht gewinnt.

Den Erfolg leitete ein Eigentor von Thomas (41.) ein. Es war das zweite Eigentor zugunsten Leverkusens, nachdem Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes im Trikot von Lokomotive Moskau getroffen hatte. Der erste selbsterzielte Bayer-Treffer in dieser Champions-League-Saison gelang dann Kevin Volland (55.) zum 2:0. In der Schlussphase sah Leverkusens Nadiem Amiri (84.) die Rote Karte wegen groben Foulspiels. Alvaro Moratas (90.+4) Anschlusstreffer kam zu spät - wobei kurz darauf Torwart Lukas Hradecky noch einmal rettete.

Trotz des erlösenden Sieges ist für den Bundesligisten aber auch noch das komplette Aus im Europapokal möglich. Um Rang drei und damit das Überwintern in der Europa League abzusichern, ist in drei Wochen in Moskau ein Sieg nötig, um nach dem 1:2 im Hinspiel den direkten Vergleich zu gewinnen.

Bayer war von Beginn an überlegen und hatte mehr Ballbesitz. Chancen gegen die cleveren Spanier gab es selten. Lediglich wenn die Leverkusener mal über die Außen kamen, sorgten sie für ein wenig Gefahr. In der 21. Minute hatte Volland mit einem Flachschuss aus kurzer Entfernung die bis dahin noch beste Möglichkeit.

Unsicherheiten offenbarte Atlético indes bei Standardsituationen. Nach einem Eckball lenkte Madrids Felipe den Ball an die Latte des Gästetores. Drei Minuten später war es dann Thomas, ebenfalls nach einem Eckball, der beim Versuch, per Kopf zu klären, ins eigene Netz traf.

Nach der Pause lockerte Atlético seine Defensivtaktik. Das gab Leverkusen Räume, die besonders Karim Bellarabi auf der rechten Seite nutzte. So flankte er in der 55. Minute auf Volland, der aus neun Metern vollendete. Madrid erhöhte in der Folgezeit den Druck, Bayer verlegte sich aufs Kontern. Atletico fiel überraschend wenig ein, um die Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Leverkusens Torwart Lukas Hradecky musste nur wenige Male wie bei Thomas Lemars Distanzschuss (72.) ernsthaft eingreifen.

Aufregung gab es in der 78. Minute, nachdem es nach einem Eckball im Madrider Strafraum zu einem wilden Gerangel zwischen den Spielern kam. Ergebnis: vier Gelbe Karten auf einmal für Leverkusens Jonathan Tah, Bellarabi, Madrids Oblak und Alvaro Morata. Die letzten Minuten in Unterzahl nach Rot für Amiri überstand Bayer zunächst schadlos. Bis Moratas Tor es noch einmal spannend machte.

Bei ManCity steht am Ende ein Feldspieler im Tor

Neben Juventus, das früher am Abend 2:1 gegen Lok Moskau gewonnen hatte, hat derweil auch Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel das Achtelfinale in der Champions League erreicht. PSG holte am Mittwoch beim 1:0 (1:0) gegen den FC Brügge in Gruppe A den vierten Sieg im vierten Spiel.

Die erste Chance zum Sprung in die K.o.-Runden ungenutzt ließ hingegen der englische Champion Manchester City. Das Team von Trainer Pep Guardiola ließ in der Gruppe C beim 1:1 (1:0) mit insgesamt drei Torhütern beim zuvor punktlosen Schlusslicht Atalanta Bergamo erstmals im laufenden Wettbewerb Zähler liegen und kann theoretisch noch von seinen Verfolgern Dinamo Zagreb und Schachtjor Donezk, die sich 3:3 (1:1) trennten, abgefangen werden.

Manchester steuerte nach der Führung durch Raheem Sterling (7.) schon auf Achtelfinalkurs, ehe zunächst Gabriel Jesus einen Strafstoß verschoss (43.) und danach Mario Pasalic (49.) den Ausgleich der Italiener markierte. Kurios: Citizens-Torwart Claudio Bravo sah nach seiner Einwechslung zur Pause für den verletzten Ederson neun Minuten vor dem Abpfiff wegen einer Notbremse die Rote Karte. Feldspieler Kyle Walker musste in den Schlussminuten zwischen die Pfosten.

Real Madrid und Tottenham Hotspur erspielten sich unterdessen ihre ersten Matchbälle zum Achtelfinal-Einzug. Real hat hinter Paris durch seinen deutlichen 6:0 (4:0)-Erfolg gegen den Tabellenletzten Galatasaray Istanbul schon fünf Punkte Vorsprung auf Brügge. Die Spurs vergrößerten in Münchens Gruppe B auf Platz zwei durch ein 4:0 (1:0) bei Roter Stern Belgrad ihr Polster vor den Serben auf immerhin vier Zähler.

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