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RB Leipzig:Man habe "dreieinhalb bis vier Wochen Zeit, um ein Qualifying zu machen", sagt Rangnick

Im Moment sei es so, sagt der Däne Poulsen, der das 0:1 per Kopf erzielte und das Hamburger Eigentor zum 1:2 erzwang, ehe der Schwede Forsberg flach und trocken das 1:3 nachlegte: "Wir glauben, dass wir nicht verlieren können." Und wenn Willi Orban, der Kapitän, sagt: "Wir sind hungrig auf Erfolg", dann hört sich das bei Leipzig 2019 nicht nach einer Floskel an. Die meisten dieser Profis haben noch keine Trophäe gewonnen, anders als die Bayern. Die Frage ist nur, wie Glauben und Hunger bis zum Pokal-Showdown am 25. Mai dosiert werden und was das für die Endphase der Bundesliga bedeutet. Rangnick gab Hinweise, die den Ligazweiten Dortmund beunruhigen könnten. Oder doch nicht?

Der Startplatz in der nächsten Champions League ist RB Leipzig kaum mehr zu nehmen, und am Samstag kommt Freiburg zu Besuch. Machbar. Dann hätten sie "drei Wochen Zeit, um uns auf das Pokalfinale vorzubereiten", sagt Rangnick, ohne dabei allzu viel auf die Punkte und die Tabelle schauen zu müssen.

Was heißt das? Man habe "dreieinhalb bis vier Wochen Zeit, um ein Qualifying zu machen", so die Antwort, denn es sei nicht ganz einfach, in den Leipziger Kader zu kommen, "geschweige denn in die Startelf". Rangnick hat ja erlebt, wie sie monatelang durch die aufreibende Europa League hasteten, wo sie ohne das späte 1:1 von Trondheim vielleicht noch wären. Ob sie dann auch 61 Punkte hätten und im Pokalfinale stünden - "hypothetisch", sagt Rangnick, aber es mache halt einen Unterschied, ob man unter der Woche mal schnell nach Kasachstan müsse. Frankfurt, europäischer Halbfinalist, leide in der Bundesliga ja unter der Doppelbelastung.

Die Sache ist nur die, dass Rangnicks Team am vorletzten Spieltag den FC Bayern empfängt und es Borussia Dortmund kaum gefiele, wenn das nur ein Casting für Berlin wäre, das erste Endspiel in zehn Jahren RB Leipzig.

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