Leichtathletik:Zweiter Versuch

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PK Berlin-Marathon

Eliud Kipchoge.

(Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa)

Der Kenianer Eliud Kipchoge will im kommenden Herbst einen neuen Angriff auf die Zwei-Stunden-Marke im Marathon unternehmen - diesmal in London.

Marathon-Weltrekordhalter Eliud Kipchoge startet einen neuen Angriff auf die Schallmauer von zwei Stunden. Der 34 Jahre alte Kenianer wird den Versuch voraussichtlich Ende September oder Anfang Oktober in London unternehmen, wie er am Montag mitteilte. Vor zwei Jahren war der Olympiasieger von Rio auf der Formel-1-Rennstrecke in Monza in 2:00:25 Stunden knapp an der Marke gescheitert. "Ich sage immer, dass kein Mensch Grenzen hat, und ich weiß, dass es mir möglich ist, diese Barriere zu durchbrechen", sagte Kipchoge, der gerade als erster Läufer zum vierten Mal den traditionellen London-Marathon gewonnen hat: "Ich habe viel von meinem vorherigen Versuch gelernt und glaube fest daran, dass ich 26 Sekunden schneller laufen kann als vor zwei Jahren."

Damals wurde die Zeit vom Weltverband IAAF nicht als Weltrekord anerkannt, weil Kipchoge unter anderem von mehreren, sich abwechselnden Tempomachern unterstützt wurde und ein vor den Läufern fahrendes Auto Windschatten spendete. Die Pläne des neuen Projekts sind noch nicht bekannt, Kipchoge deutete aber an, dass erneut Hilfen wie in Monza zum Einsatz kommen sollen, womit seine Zeit erneut nicht als Weltrekord infrage käme. Es gehe ihm aber auch nicht um die IAAF, wurde Kipchoge zitiert, "sondern um etwas Historisches".

Kipchoges offizieller Weltrekord steht bei 2:01:39 Stunden, gelaufen im September 2018 in Berlin. Sein neues Zwei-Stunden-Projekt wird vom britischen Chemiekonzern Ineos unterstützt, dessen Fracking-Methoden bei Umweltschützern umstritten sind. Die ehemalige britische Radsport-Equipe Sky, die seit Kurzem von Ineos alimentiert wird, hatte für die Partnerschaft zuletzt ebenfalls massive Kritik auf sich gezogen.

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