Süddeutsche Zeitung

Leichtathletik-WM:Aufregung um eine Goldmedaille im Taxi

  • Der polnische Hammerwerfer Pawel Fajdek dementiert, betrunken eine Taxifahrt mit seiner Goldmedaille bezahlt zu haben.
  • Er habe das Edelmetall lediglich vergessen - der Taxifahrer habe es ihm daraufhin zurückgebracht.
  • Fajdek hatte am Sonntag bei der WM in Peking seine Goldmedialle von Moskau erfolgreich verteidigt.

Pawel Fajdek ist am Sonntag Weltmeister im Hammerwerfen geworden, und dass er das gefeiert hat, ist eigentlich keine große Sache. Doch nach der Party ist nun reichlich Wirbel um den Polen entstanden: Medien berichteten, er habe in betrunkenem Zustand eine Taxifahrt in Peking mit seiner Goldmedaille bezahlt. Fadjek ist über die Gerüchte ziemlich sauer - und dementiert.

Was gesichert ist: Der 26 Jahre alte Pole war Montagabend auf einer Feier, die der Hauptsponsor des polnischen Verbandes zu seinen Ehren und zu Ehren der beiden Stabhochspringer Pawel Wojciechowski und Piotr Lisek gegeben hatte. Der chinesische Onlinedienst Tencent berichtete danach, Fajdek habe nicht genug Geld bei sich gehabt - und seine Taxirechnung mit glänzendem Edelmetall beglichen.

"Und dann werde ich als betrunkener Idiot dargestellt"

Fajdek selbst äußerte sich auf seiner Facebook-Seite. Er habe die Medaille im Taxi lediglich vergessen und sei auch nicht betrunken gewesen. Wenig später habe ihm der Taxifahrer die Medaille zurückgebracht.

"Ich habe ihm dafür ein Extra-Trinkgeld gegeben und bin dann ins Bett gegangen. Und dann muss ich später solche Unwahrheiten lesen und werde als betrunkener Idiot dargestellt", schrieb Fajdek. "Es schmerzt, dass nicht nur die ausländische Medien das aufgegriffen haben, sondern auch die polnischen. Es scheint, als hätten mir diese flachen Texte mehr Öffentlichkeit eingebracht als meine Titelverteidigung."

Fajdek hatte am Sonntag bei der WM in Peking seine Goldmedialle von Moskau erfolgreich verteidigt. Der als Topfavorit angereiste Pole gewann mit 80,88 m vor Asienmeister Dilschod Nasarow (Tadschikistan/78,55) sowie seinem weitengleichen Landsmann Wojciech Nowicki (78,55).

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