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Leichtathletik-WM:Empörung über ZDF-Reporter wächst

"Wenn man in Marzahn aufgewachsen ist und das unbeschadet überlebt hat, ist man zu allem fähig": Diese Äußerung von Wolf-Dieter Poschmann sorgt für Kritik. Das ZDF spricht von einer "humoristischen Randnotiz".

Die Kritik an ZDF-Sportreporter Wolf-Dieter Poschmann und seinen Äußerungen über den Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf wächst. Die Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Monika Grütters sagte am Sonntag in Berlin auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp, sie sei "empört". Poschmann sollte sich "schämen". Der Sportjournalist hatte am Samstag während der Übertragung des Hammerwurf-Finales der Damen mit der Berlinerin Betty Heidler unter anderem gesagt: "Wenn man in Marzahn aufgewachsen ist und das unbeschadet überlebt hat, ist man zu allem fähig."

ZDF-Reporter Wolf-Dieter Poschmann hat mit einer Äußerung über Berlin-Marzahn für Aufregung gesorgt.

(Foto: Foto: Getty)

Zuvor hatte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Petra Pau (Die Linke), der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu den umstrittenen Äußerungen über den im Ostteil Berlins gelegenen Bezirk Marzahn-Hellersdorf gesagt: "Was wir nicht brauchen, ist arrogantes Herabsehen aus dem Westen." Wichtig sei dagegen, dass Marzahn "sehr viele talentierte Künstler, Sportler und Paralympics-Sieger hervorgebracht hat". Petra Pau ist direkt gewählte Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Marzahn-Hellersdorf, Grütters tritt bei der Bundestagswahl in dem Wahlkreis an.

Die Bürgermeisterin von Marzahn-Hellersdorf, Barbara Pohle (Die Linke), sprach am Nachmittag eine Einladung an Poschmann in ihren Bezirk aus. Die Kommunalpolitikerin sagte: "Ich bedauere es außerordentlich, dass Journalisten der Öffentlich-Rechtlichen, die selbst vermutlich noch nie in ihrem Leben einen Fuß in den Bezirk Marzahn-Hellersdorf gesetzt haben, sich in dieser Art und Weise diskreditierend über die Bewohner hier äußern." Dies sei auch "gegenüber der Sportlerin Heidler unglaublich, die in Marzahn ihre sportlichen Anfänge erlebt hat".

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz sagte zu den Vorwürfen: "Die Formulierung sollte in keinster Weise den Bewohnern von Marzahn zu nahe treten." Im Gespräch zwischen den Moderatoren Poschmann und Peter Leissl sei sie "eine humoristische Randnotiz" gewesen. Gruschwitz sagte weiter: "Wir bedauern, wenn es sich als solche nicht erschlossen hat."

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