Leichtathletik-WM:Naser siegt in denkwürdigem 400-Meter-Rennen

Leichtathletik-WM: Salwa Eid Naser ist Weltmeisterin über 400 Meter.

Salwa Eid Naser ist Weltmeisterin über 400 Meter.

(Foto: AFP)

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400 Meter: Salwa Eid Naser aus Bahrain hat in Doha erstmals WM-Gold über 400 m gewonnen. Mit 21 Jahren und 133 Tagen sicherte sie sich in ganz starken 48,11 Sekunden als jüngste Sprinterin der Geschichte den Titel über die Stadionrunde und verwies Olympiasiegerin Shaunae Miller-Uibo (48,37/Bahamas) auf Platz zwei. Bronze ging an Shericka Jackson aus Jamaika in 49,47 Sekunden. Naser rannte in Katar die drittschnellste Zeit der Geschichte über 400 m. Als Topfavoritin hatte Miller-Uibo gegolten, der ein Weltmeistertitel noch in ihrer Medaillensammlung fehlt. Vor zwei Jahren in London war sie als Favoritin in Führung liegend nach einem Einbruch kurz vor dem Ziel nur Vierte geworden. Eine deutsche Läuferin war in Katar nicht am Start.

Siebenkampf: Katharina Johnson-Thompson (Großbritannien) hat bei der Leichtathletik-WM in Doha Gold im Siebenkampf gewonnen und damit Nafissatou Thiam entthront. Die 26-Jährige setzte sich mit 6981 Punkten überraschend deutlich gegen die Olympiasiegerin und Europameisterin aus Belgien (6677) durch. Bronze ging an die Österreicherin Verena Preiner mit 6560 Zählern. Johnson-Thompson verpasste den zwölf Jahre alten Europarekord der Schwedin Carolina Klüft nur um 55 Punkte. Die Frankfurterin Carolin Schäfer, die vor zwei Jahren in London Silber gewonnen hatte, musste ihren Start verletzungsbedingt absagen.

1500 Meter: Amos Bartelsmeyer (Frankfurt) hat bei der Leichtathletik-WM in Doha den Einzug ins Halbfinale über 1500 m (Freitag, 19.05 Uhr/MESZ) geschafft. Der 25-Jährige wurde in seinem Vorlauf nach 3:37,80 Minuten Sechster und sicherte sich damit das letzte direkte Ticket für die nächste Runde. "Die letzten zehn Meter habe ich nochmal richtig Gas gegeben. Ich habe es ins Halbfinale geschafft, ich bin komplett zufrieden", sagte Bartelsmeyer in der ARD. Doppel-Europameister Jakob Ingebrigtsen (Norwegen/3:37,67) gewann Bartelsmeyers sehr engen Vorlauf, in dem die ersten acht Läufer innerhalb von 28 Hundertsteln ins Ziel kamen. Der Jahresschnellste Timothy Cheruiyot aus Kenia lag im zweiten Vorlauf in 3:36,82 vorne. Schnellster in den drei Vorläufen war zum Abschluss der frühere Hallen-Weltmeister Ayanleh Souleiman aus Dschibuti (3:36,16). Titelverteidiger Elijah Manangoi (Kenia) hatte seinen Start verletzungsbedingt abgesagt, sein jüngerer Bruder George Manangoi schied als Zehnter in Bartelsmeyers Lauf aus.

200 Meter, Frauen: Dina Asher-Smith aus Großbritannien ist neue Weltmeisterin über 200 m. Die 23-Jährige sicherte sich in Doha am Mittwochabend mit Landesrekord von 21,88 Sekunden Gold vor Brittany Brown aus den USA (22,22). Bronze ging an Mujinga Kambundji (22,51), die als zweite Schweizerin der Geschichte eine WM-Medaille holte.

Europameisterin Asher-Smith, die in Katar bereits Silber über 100 m gewonnen hatte, holte als erste Britin WM-Gold über 200 m. Zudem ging nun zum dritten Mal in Serie der Titel nach Europa. Das deutsche Trio Tatjana Pinto (Paderborn), Lisa-Marie Kwayie (Neukölln) und Jessica-Bianca Wessolly (Mannheim) war im Halbfinale ausgeschieden.

Olympiasiegerin Elaine Thompson (Jamaika) war nach ihrem schwachen Auftritt im Vorlauf nicht mehr zum Halbfinale angetreten, Titelverteidigerin Dafne Schippers (Niederlande) hatte ihren Start verletzungsbedingt abgesagt. Auch Marie-Josee Ta Lou (Elfenbeinküste), Dritte über 100 m, trat über die halbe Stadionrunde nicht an. Die neue 100-m-Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika hatte ebenfalls auf einen Start verzichtet. Die Weltjahresbeste Shaunae Miller-Uibo (Bahamas) konzentriert sich auf die 400 m.

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