Leichtathletik:Unbehagen wegen Marathon-Startzeit

Leichtathletik
Rabea (l) und Deborah Schöneborn. Foto: Andreas Gora/dpa/Archiv (Foto: dpa)

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München (dpa) - Die Marathonläufer haben sich für das Rennen in der ungeliebten Mittagssonne besondere Maßnahmen überlegt. Die deutschen Zwillingsschwestern Deborah und Rabea Schöneborn (28) planen für den EM-Wettkampf am Montag (10.30 Uhr) über 42,195 Kilometer eine besondere Kühlstrategie.

"Wir sind auf das Szenario vorbereitet so gut wie wir können", sagte Deborah Schöneborn. Neben einer Hitzeanpassung vorab haben sich die Schwestern von Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn auch eine Kühlstrategie zurechtgelegt. Stunden investierten sie, um die Kappen mit kleinen Beuteln zu präparieren, in die Eis gefüllt wird. Zudem wolle man bereits möglichst gekühlt an den Start kommen, sagte Deborah.

Sie sieht den Umgang mit den Sportlern kritisch. "Wir haben viel versucht im Vorhinein, hatten viele Befürworter", sagte sie im ARD-Hörfunk und bemängelte die Kommunikation. "So richtig mitbekommen haben wir als Athleten eigentlich gar nicht, was die Entscheidungsprozesse beeinflusst hat."

Der Europäische Leichtathletik-Verband hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass die Marathon-Startzeiten am Montag bei der EM wie vorgesehen (Frauen 10.30 und Männer 11.30 Uhr) bestehen bleiben, da es laut Wettervorhersage kühler als zunächst angenommen werden soll. Die aktuellen Prognosen deuten aber immer noch auf Temperaturen von 24 bis 26 Grad während des Rennens hin. Man werde sich kurzfristig mit den Trainern zusammensetzen und je nach Wetter die Tempogestaltung entsprechend gestalten, sagte Rabea Schöneborn.

© dpa-infocom, dpa:220813-99-377724/3

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