bedeckt München 28°

Leichtathletik:Olympia-Aus für Arthur Abele

Arthur Abele feiert sein Gold im Zehnkampf bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2108 in Berlin

Bei der WM holte Arthur Abele Gold, Olympia wird er nun verpassen.

(Foto: dpa)

Der Zehnkämpfer muss wegen einer Schulterverletzung für die Olympischen Spiele in Tokio absagen. Speerwerfer Johannes Vetter gelingt Weltjahresbestleistung. Drittligist Dynamo Dresden beurlaubt den Trainer.

Meldungen im Überblick

Olympia, Leichtathletik: Zehnkämpfer Arthur Abele muss wegen einer Schulterverletzung die Olympischen Spielen in Tokio abhaken. "Meine Schulter tut seit längerem weh und in den letzten Wochen war an ein normales Training nicht mehr zu denken. Nach einem MRT hatten wir Gewissheit... Sie muss operiert werden", teilte der 34 Jahre alte Europameister von 2018 am Wochenende via Instagram mit. "Das heißt für mich KEINE OLYMPIADE in Tokio 2021 und der Traum von einer Medaille zerplatzt."

Der Ulmer hatte in seiner Karriere immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen, feierte aber bei der Heim-EM 2018 in Berlin als Goldmedaillengewinner mit 8431 Punkten einen großen Erfolg. Bei der WM im Jahr darauf in Doha/Katar fehlte er wegen einer Fußverletzung. Dort kürte sich der Mainzer Niklas Kaul mit 21 Jahren zum jüngsten Zehnkampf-Weltmeister der Leichtathletik-Geschichte. Für Tokio hätte sich Abele noch qualifizieren müssen. Es wären seine dritten Sommerspiele nach 2008 und 2016 gewesen. "Ich bin mega enttäuscht und gebrochen ... denn mein Traum wird ein Traum bleiben", schrieb er. Seine Laufbahn beenden will er aber nicht: "Jetzt heißt es erstmal durchatmen, sacken lassen und Anlauf nehmen für die EM-München 22."

Leichtathletik, Speerwurf: Der deutsche Speerwurf-Rekordler Johannes Vetter präsentiert sich drei Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio in ausgezeichneter Verfassung. Der 28-Jährige warf in seiner Wahlheimat Offenburg am Samstag mit 91,50 Metern neue Weltjahresbestleistung. Vetter ist damit der erste Athlet, der im Olympia-Jahr die 90-Meter-Marke übertraf.

Der Weltmeister von 2017 postete bei Instagram im Anschluss ein Bild aus der Eistonne: Mit einem Bier in der Hand genoss Vetter "den Geschmack einer neuen Weltjahresbestleistung". Vetter hatte bereits im September aufhorchen lassen, als er mit 97,76 m seinen eigenen deutschen Rekord um drei Meter verbesserte. Zur Weltbestmarke des Tschechen Jan Zelezny aus dem Jahr 1996 fehlten dem gebürtigen Dresdner nur 72 Zentimeter.

3. Liga, Dresden: Fußball-Drittligist Dynamo Dresden hat auf die Negativserie der Mannschaft reagiert und Trainer Markus Kauczinski mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Nach der 0:3-Niederlage am Samstag zu Hause gegen den Halleschen FC steht der Klub nur noch auf Rang vier, die Vereinsführung sieht das Saisonziel Zweitliga-Rückkehr in Gefahr. "Diese Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen, aber wir wollten in der wichtigsten Phase der Saison noch mal einen neuen Impuls setzen, um unser Ziel zu erreichen", sagte Sportgeschäftsführer Ralf Becker. Die beiden Co-Trainer Heiko Scholz und Ferydoon Zandi leiten die Trainingseinheiten am Sonntag. Kauczinski hatte im Dezember 2019 das Amt des Cheftrainers bei Dynamo Dresden übernommen und einen Vertrag bis Juni 2021 unterschrieben.

Tennis, Djokovic: Gut eine Woche nach seinem Achtelfinal-K.o. in Monte Carlo hat der Weltranglistenerste Novak Djokovic auch beim ATP-Turnier in Belgrad das Finale verpasst. Der 18-malige Grand-Slam-Gewinner unterlag in seiner serbischen Heimat im Halbfinale dem Russen Aslan Karazew mit 5:7, 6:4, 4:6. Der an Nummer drei gesetzte Karazew trifft im Endspiel auf Matteo Berrettini (Italien/Nr. 2), der 6:1, 6:7 (5:7), 6:0 gegen Taro Daniel (Japan) gewann. Auch in der Vorwoche war für Djokovic beim traditionellen Sandplatz-Turnier in Monte Carlo frühzeitig Schluss. Gegen den Briten Daniel Evans kassierte er eine überraschende 4:6, 5:7-Niederlage. In seiner Heimatstadt Belgrad trat der "Djoker" nun erstmals seit 2011 an.

© SZ/sid/dpa/ebc
Zur SZ-Startseite
Deutschland - Schweden

Handball
:Gislasons Härtefälle

Noch zwei Länderspiele, dann muss sich der Handball-Bundestrainer auf einen Olympia-Kader festlegen. Nach Tokio darf er deutlich weniger Spieler mitnehmen als etwa zur WM.

Von Carsten Scheele

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB