Leichtathletik-EM:Sailer und Stahl: Goldenes Lachen

Mit persönlichen Bestleistungen gewinnen Verena Sailer über 100 Meter und Linda Stahl im Speerwerfen Gold bei der Leichtathletik-EM in Barcelona. Ihre Wettkämpfe in Bildern.

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Mit persönlichen Bestleistungen gewinnen Verena Sailer über 100 Meter und Linda Stahl im Speerwerfen Gold bei der Leichtathletik-EM in Barcelona. Ihre Wettkämpfe in Bildern. Deutsches Frauenglück in Barcelona: Am dritten Wettkampftag der Europameisterschaft erlösen drei Sportlerinnen den Deutschen Leichtathletik-Verband und holen die ersten Medaillen - darunter Gold für Verena Sailer im 100-Meter-Sprint (Mitte) und Linda Stahl im Speerwerfen (rechts), Christina Obergföll (links) gewann mit dem Speer Silber.

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Gegen 21.47 Uhr startete Verena Sailer ihren großen Lauf, eingerahmt von den zwei starken Französinnen Veronique Mang (links) und Myriam Soumare (rechts).

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Es entwickelte sich über die 100 Meter ein Sprintkrimi, in dem es mehrfach nach einer anderen Siegerin aussah. Vor allem Mang und Sailer liefen gleichauf.

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Erst auf den allerletzten Metern schob sich die gebürtige Allgäuerin ein wenig nach vorne.

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Das Zielfoto beweist: Verena Sailer kam mit einer persönlichen Bestzeit von 11,10 Sekunden als Erste ins Ziel, eine Hundertstel Sekunde vor Mang, Dritte wurde Soumare in 11,18.

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Es dauerte eine Weile, bis die 24-Jährige begriff: Sie ist Europameisterin. Schon bei der Weltmeisterschaft in Berlin war sie als Elfplatzierte schnellste Europäerin und schnellste Frau mit weißer Hautfarbe gewesen. Damals giftete sie ein wenig gegen die Mutmaßung, Menschen mit schwarzer Hautfarbe seien bessere Sprinter: "Ich glaube nicht, dass ich untalentierter bin, nur weil ich weiß bin", sagte sie.

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Jetzt führte ihr Talent zur ersten Einzelmedaille. "Sowas ist unglaublich. Dass ich Europameisterin bin, ist so ein Wahnsinn. Ich freue mich schon so sehr, die Hymne zu hören", sagte sie in Barcelona mit der deutschen Fahne auf den Schultern. Es ist die erste deutsche Hymne für eine Sprint-Europameisterin seit Katrin Krabbe 1990.

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Nur fünf Minuten später stand die zweite Goldmedaille für den DLV an diesem Abend fest: Als Sailer gerade lief, führte Linda Stahl schon überraschend den Speerwurf der Frauen an. Im fünften Versuch war ihr ein europameisterlicher Wurf gelungen: 66,81 Meter, persönliche Bestleistung.

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Völlig überraschend lag die 24-Jährige aus Leverkusen plötzlich in Führung.

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Auch Christina Obergföll hatte im fünften Versuch ihre beste Weite. Die 65,58 Meter bedeuteten Platz zwei, für die Favoritin aus Offenburg wohl "nur" Platz zwei.

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Denn wie schon bei der WM in Berlin, als Obergföll Steffi Nerius zum Sieg gratulieren musste, stand sie auch diesmal im Schatten einer anderen Deutschen: Linda Stahl. Die war völlig perplex nach ihrem Sieg: "Ich habe mir schon 65 Meter zugetraut, aber dass der Speer so weit fliegt, hätte ich nie erwartet", sagte die Medizinstudentin.

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"Ich kann es kaum fassen, dass ich gegen diese Konkurrenz gewonnen habe", sagte sie. Und nicht nur für Stahl und Sailer persönlich, vor allem auch für den DLV waren die Siege der beiden jungen Frauen nach den medaillenlosen ersten beiden Tagen sehr wertvoll.

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