Leichtathletik-EM in Berlin Weißrussin ist Marathon-Europameisterin

Wolha Masuronak war die Favoritin

(Foto: REUTERS)
  • Die Weißrussin Wolha Masuronak gewinnt trotz Nasenbluten den Marathon bei den Europameisterschaften in Berlin.
  • Bei den Männern setzte sich der Belgier Koen Naert durch. Er brauchte 2:09:51 Stunden und war damit so schnell wie noch nie ein Läufer bei einer EM.

Die Weißrussin Wolha Masuronak ist neue Europameisterin im Marathon-Lauf. Die Olympiafünfte setzte sich am Sonntag bei der Leichtathletik-EM auf dem Stadtkurs in Berlin mit Start und Ziel Breitscheidplatz in inoffiziellen 2:26:22 Stunden durch. Die Favoritin hatte zu Beginn des Rennens mit massivem Nasenbluten zu kämpfen und rannte lange mit blutverschmiertem Gesicht. In einer der letzten Kurven hatte sie auch noch Probleme, setzte sich aber mit einem energischen Endspurt durch.

Als beste Deutsche kam Fabienne Amrhein aus Mannheim in 2:33:44 Stunde auf Platz elf. Die Frankfurterin Katharina Heinig wurde 16. in 2:35:00 Stunden. Laura Hottenrott aus Wattenscheid musste vorzeitig aufgeben, dadurch fielen die deutschen Läuferinnen aus der Teamwertung. Diese gewann ebenfalls Weißrussland. Einzel-Silber ging an die Französin Clémence Calvin in 2:26:28 Stunden, Bronze an die Tschechin Eva Vrabcova-Nyvltova in 2:26:31.

Bei den Männern hat der Belgier Koen Naert den Marathon gewonnen. Der 28-Jährige setzte sich mit deutlichem Vorsprung in inoffiziellen 2:09:51 Stunden durch und war damit so schnell wie noch nie ein Läufer bei einer EM. Der Schweizer Tadesse Abraham holte Silber in 2:11:24 Stunden. Bronze ging an Yassine Rachik aus Italien in 2:12:09 Stunden. Der Rostocker Tom Gröschel kam in 2:15:48 Stunden als Elfter und schnellster Deutscher ins Ziel. Der Jahresschnellste Mo Farah aus Großbritannien hatte auf einen Start verzichtet. Die Mannschaftswertung gewann Italien.