Leichtathletik:Deutsche schöpfen Mut für Heim-EM

Konstanze Klosterhalfen konnte wieder lächeln. "Das war für mich wie ein Befreiungsschlag", sagte die Mittelstrecklerin nach Platz sieben über 3000 Meter beim Diamond-League-Meeting in Chorzow. Kurz darauf präsentierte auch Sprinterin Gina Lückenkemper nach Rang vier über 100 Meter ihr Strahlegesicht. "Das gibt auf jeden Fall Selbstvertrauen für die EM in München", sagte die Berlinerin. Beide haben sich beim Höhepunkt im Olympiastadion von 1972 (15. bis 21. August) viel vorgenommen, vor allem nach der für die deutsche Leichtathletik enttäuschenden WM von Eugene. Klosterhalfen, in Eugene offenbar noch von den Folgen einer Covid-Infektion ausgebremst, hielt nun bis kurz vor dem Ziel gut mit, war im Schlussspurt gegen Doppel-Olympiasiegerin Sifan Hassan (Niederlande/8:39,27) aber chancenlos (8:42,34). Auch Lückenkemper hatte gegen Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika (10,66) das Nachsehen. "Ich muss beim Start aggressiver sein, da habe ich noch nicht wirklich die richtige Balance gefunden", sagte die EM-Zweite von 2018 nach ihren 11,10 Sekunden. Noch unzufriedener war Speerwerfer Julian Weber mit 84,94 Metern und Rang zwei hinter dem Tschechen Jakub Vadlejch (86,88). "Heute hat etwas die Spannung gefehlt", sagte Weber. Im Mittelpunkt stand einmal mehr Stabhochspringer Armand Duplantis: 13 Tage nach seinem WM-Triumph, bei dem er den Weltrekord auf 6,21 Meter verbessert hatte, flog der 22 Jahre alte Schwede im dritten Versuch über 6,10.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB