Die Spanier sind nicht gerade das größte Team der aktuellen Europameisterschaft. Im Gegenteil. Sie müssen dem Umstand Tribut zollen, dass sie mit Jesús Navas (1,70) und Pedri (1,74) zwei der kleinsten Spieler überhaupt in ihren Reihen haben. Der spanische Kader kommt auf eine durchschnittliche Körpergröße von 1,81 Meter. Der DFB-Tross hingegen? Kommt auf satte 1,85 Meter! Eigentlich nicht weiter aufregend? Eigentlich nicht weiter aufregend.
Doch wie sich am Dienstag in Donaueschingen erwies: Eine Sache ist, Fakten zur Kenntnis zu nehmen, und eine völlig andere, sie von einem früheren DFB-Torwart namens Jens Lehmann (1,93 Meter) unter die Nase gerieben zu bekommen. Lehmann, 54, war bei „Welt TV“ auf den deutschen Viertelfinalgegner Spanien angesprochen worden, und er sagte zusammengefasst: Die Spanier seien im Vergleich zur deutschen Nationalmannschaft zu klein, zu jung, zu unerfahren.

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Allein: Die Spanier sind gar nicht so jung. Trotz des 16-jährigen Rookies Lamine Yamal stehen sie im Altersdurchschnittsranking mit 27,0 Jahren im Mittelfeld aller EM-Teilnehmer, weit hinter den Deutschen, die mit durchschnittlich 28,6 Jahren den ältesten Turnier-Kader stellen.
Nicht ganz so eindeutig messbar ist die Erfahrung; zumal nicht ganz klar ist, welcher Natur die Erfahrungen sind, die Lehmann genau meinte. Klar ist nur dies: Er brachte die spanischen Medien in Wallung. Denn es erging bei der Pressekonferenz an Mikel Oyarzábal der Vorschlag, die Kabine mit dem Lehmann-Spruch zu tapezieren.