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Langlauf:Schlickenrieder in die Spur

Peter Schlickenrieder soll die deutschen Skilangläufer zurück zum Erfolg führen. Der Olympiazweite von 2002 wird neuer Bundestrainer. Bei den Olympischen Winterspielen in Korea waren die Deutschen ohne Medaille geblieben.

Peter Schlickenrieder, 48, wird überraschend neuer Bundestrainer der deutschen Skilangläufer und soll die kriselnde Disziplin zurück in die Erfolgsspur führen. Der Olympia-Zweite von 2002, der zuletzt als TV-Experte tätig war, übernimmt damit erstmals eine hauptamtliche Aufgabe im Deutschen Skiverband (DSV). Mittelfristiges Ziel sind Erfolge bei der Heim-WM 2021 in Oberstdorf und Olympia 2022 in Peking. Bei den Winterspielen im Februar in Pyeongchang hatte es keine deutsche Medaille gegeben.

"Mir ist vollkommen klar, dass wir einen nicht ganz einfachen gemeinsamen Weg vor uns haben", sagte Schlickenrieder: "Bis zu den nächsten sportlichen Höhepunkten bleibt nicht mehr viel Zeit, und wir sollten uns auch keine Wunderdinge erwarten." Er freue sich jedoch über die neue Herausforderung, "weil ich mir sicher bin, dass wir gemeinsam im Team viel erreichen können". Schlickenrieder gibt seine TV-Rolle ebenso ab wie seine Position als DSV-Präsidiumsmitglied. Er soll vornehmlich eine übergeordnete, koordinierende Rolle mit Fokus auf die Weltcup-Teams ausüben und mit dem Sportlichen Leiter Andreas Schlütter ein Duo bilden.

Schlickenrieder sei "ein authentischer Botschafter und Visionär für den Langlaufsport", sagte DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger, es sei daher "ein absoluter Glücksfall, dass er sich nun vollumfänglich und in hauptamtlicher Funktion in diesem Bereich engagiert". Zudem teilte der DSV mit, dass Janko Neuber weiter als Disziplintrainer Herren arbeiten werde. Für die Frauen ist künftig Erik Schneider zuständig, Markus Hofmann und René Sommerfeldt betreuen das "Perspektiv- und Entwicklungs-Team". Axel Teichmann, zweimaliger Weltmeister, wird übergeordneter Technik- und Athletiktrainer.