Statement gegen Rechtsruck:Kylian Mbappé wird seiner Verantwortung gerecht

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Die Politik zu Gast im Trainingslager: Am 3. Juni – wenige Tage vor der Europawahl – besuchte Staatspräsident Emmanuel Macron (vorn, Mitte) die französische Elf um Trainer Didier Deschamps (2. v.l.) und Kapitän Kylian Mbappé (2. v. re.) im Leistungszentrum Clairefontaine. (Foto: Sarah Meyssonnier/dpa)

Die deutschen Fußballer sind in Katar mit zu viel Politik auf die Nase gefallen – nun positioniert sich Frankreichs bester Fußballer gegen die Ultrarechten um Marine Le Pen. Es gibt da einen entscheidenden Unterschied.

Kommentar von Claudio Catuogno

Kylian Mbappé würde bestimmt gerne tauschen mit Manuel Neuer. Also: mit jenem Manuel Neuer von der Weltmeisterschaft 2022 mit seinem putzigen Kapitänsproblemchen um ein buntes Stück Stoff. Kurz vor Beginn des Turniers in Katar, das zur Erinnerung, war ja die Frage aufgekommen, ob der deutsche Kapitän mit der sogenannten „One Love“-Binde auflaufen darf, um die arabischen Gastgeber an den Wert von Vielfalt und Toleranz zu erinnern. Die Fifa sagte Nein und drohte mit Bestrafung, die Deutschen waren empört über Zensur und Erpressung – und hielten sich beim Mannschaftsfoto den Mund zu. Kurz darauf waren sie wieder zu Hause. Zu viel Fokus auf Politik, zu wenig Fokus auf Sport – das war zwar nicht die einzige Erklärung für das Scheitern, aber doch Teil der Wahrheit.

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Von Claudio Catuogno

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