Australian Open Die Siegerin in Finale erwartet gleich der nächste Preis

Am Donnerstag stand sie bei 39 Grad Celsius am bislang heißesten Tag des Turniers im Halbfinale der ungesetzten Danielle Collins gegenüber. Beim Stand von 4:4 musste das Dach der Arena geschlossen werden, so schreiben es die Regeln der für solche Hitzeschlachten ausgearbeiteten "Extreme Heat Policy" vor. Für Kvitova ein Glücksfall, wie sie lächelnd sagte: "Ich spiele gern in der Halle." Bis zum Tiebreak konnte ihre amerikanische Gegnerin mithalten, die auf dem Weg ins Halbfinale unter anderem Angelique Kerber und Julia Görges besiegt hatte. Dann hatte Collins den langen, harten Grundschlägen Kvitovas nichts mehr entgegenzusetzen.

Im Finale am Samstag begegnet ihr nun die 21-jährige Japanerin Naomi Osaka, die die Tschechin Karolina Pliskova bezwang und ihre phänomenale Klasse ebenfalls noch einmal vor großer Kulisse beweisen möchte: Im September hatte sich die in Florida lebende Osaka zur US-Open-Siegerin gekürt.

Allerdings verdarb ihr damals die unterlegene Gegnerin Serena Williams die Feier, die im Zorn einen unschönen Streit mit dem Schiedsrichter anzettelte und das gesamte Stadion auf ihre Seite zwang. Das machte für Osaka die Siegerehrung nicht zum Triumph, sondern zur Qual.

So greifen nun beide, Petra Kvitova und Naomi Osaka, nach Rückschlägen und Zurücksetzungen zum Titel. Und danach gibt es den nächsten Preis: Die Siegerin ist in der neuen Tennis-Weltrangliste auch die neue Nummer eins.

Tennis "Sie hat angefangen, die Lampen auszuschießen"

Serena Williams

"Sie hat angefangen, die Lampen auszuschießen"

Serena Williams hat im Viertelfinale der Australian Open einen Matchball. Dann knickt sie um und verliert gegen Karolina Pliskova Punkt um Punkt. Auf die Verletzung möchte sie ihr Aus aber nicht schieben.   Von Barbara Klimke