Niko Kovac, so gab Niko Kovac zu verstehen, ist halt auch nicht mehr der, der er einmal war. „Ich bin jetzt 54 Jahre alt“, informierte er am Samstagabend die Öffentlichkeit im Anschluss an den 2:1-Sieg mit Borussia Dortmund in Leverkusen und wollte damit kein Geständnis ablegen, sondern eine Erklärung abgeben. Es war quasi eine Ad-hoc-Mitteilung an die Aktionäre und Anhänger des BVB. Zu klären galt es, warum er nicht mehr der „Knallhart-Niko“ ist, als den ihn die Fachpresse bezeichnet hatte, bevor er zu Jahresbeginn die Arbeit in Dortmund übernommen hatte. Unter anderem, weil er als bekannt gestrenger Chef ein Gegenmodell zum unbedarften Vorgänger Nuri Sahin darstellte.
BVB-Trainer und GuirassyKovac hat eine Lektion in Realpolitik gelernt
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Früher galt Dortmunds Coach als knallhart und autoritär, heute ist er zugunsten von Erfolg und Frieden dazu bereit, Befindlichkeiten zu berücksichtigen – wie beim 2:1 gegen Leverkusen auch ein trotziger Stürmer erlebt.
Von Philipp Selldorf

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