Das Wort „Erwartungsmanagement“ ist ein ganz furchtbares Wort, viel zu lang, viel zu bürokratisch, es erzeugt keine Freude, und Menschen mit einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne wenden sich beim Hören dieses Kompositums wieder ihrem Smartphone zu. Es gibt aber leider auch keine griffige Alternative, „Enttäuschungsvermeidung“ ist nicht viel besser, „Hoffnungshandhabung“ auch nicht, trotz Alliteration. Aber wie einflussreich es auch in Ermangelung eines prägnanten Schlagworts ist, in welche Richtung die Wünsche und Sehnsüchte einer Fußballnation wandern, das spüren gerade die Engländer.
MeinungDFB-Team bei der EMEine gesunde Dosis Realität
Kommentar von Martin Schneider
Lesezeit: 2 Min.

Toni Kroos (Zweiter v.l.) ist einer, der mit verfrühter Euphorie bei dieser EM wenig anfangen kann. Vielleicht hilft das der DFB-Elf.
Martin Meissner/APDie beiden Spiele gegen Ungarn und die Schweiz geben das wahre Leistungsvermögen der deutschen Nationalmannschaft ganz gut wieder. Für die K.-o.-Phase ist das keine schlechte Nachricht.
