Iranische Alpinistin Eshqi:„Beim Klettern entscheidet die Natur, nicht das Gesetz“

Lesezeit: 6 min

Nasim Eshqi wurde durch den Film "Climbing Iran" bekannt. (Foto: Moritz Latzka/Nanof Film/21st Century Adventurer Award)

Die Iranerin Nasim Eshqi kletterte ohne Kopftuch und mit Männern – in ihrer Heimat kam das einer Rebellion in den Bergen gleich. Im Interview spricht sie über Verhaftungen durch die Sittenpolizei, die Flucht ins Ausland – und wie sie Landsleuten durch Sport eine Stimme geben möchte.

Interview von Lisanne Dehnbostel

Die Berge in Iran waren für Nasim Eshqi lange Zeit der einzige Ort, an dem sie sich frei fühlen konnte. In Abgeschiedenheit ist die 42-Jährige geklettert, ohne Kopftuch und gemeinsam mit Männern – was in Iran verboten ist. Mehrmals wurde sie von der Sittenpolizei verhaftet. Seit Herbst 2022 lebt sie in Italiens Bergen. Von dort setzt sie sich für die Rechte von Frauen in ihrer Heimat ein. Und klettert weiterhin: Über 100 Routen hat sie als erste begangen.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusIran
:Das Regime geht auf Nummer sicher

Nach dem Tod von Präsident Raisi muss Teheran die Nachfolge regeln. Das System der Hardliner ist angeschlagen und unbeliebt, deshalb will es sich mit allen Mitteln vor Reformen schützen. Dennoch könnte der Übergang eine Chance auf Wandel bieten.

Von Paul-Anton Krüger

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: