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Kleines Eiskunstlauf-ABC:Wie man einen Toeloop springt

Eiskunstlauf fasziniert viele Sportfans - die Unterschiede zwischen Axel und Rittberger, zwischen Toeloop und Salchow kennen aber nur die wenigsten. Ein Überblick über die Sprünge.

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Eiskunstlauf

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So heißt der Sprung: Axel

So wird er ausgeführt: Der Läufer gleitet rückwärts-auswärts auf dem rechten Bein (1). Dann erfolgt der Absprung vorwärts von der Außenkante des linken Fußes (2), nach den Drehungen in der Luft (3) die Landung rückwärts auf der Außenkante des rechten Fußes (4). (oder spiegelbildlich)

Das müssen Sie wissen: Der Axel ist benannt nach seinem Erfinder Axel Paulsen, der den Sprung 1882 zum ersten Mal zeigte. 1948 sprang Dick Button erstmals bei einem Großereignis einen Doppel-Axel, 1978 präsentierte Vern Taylor die Dreifach-Variante. Der Axel gilt als der schwierigste Sprung.

Alle Grafiken: sueddeutsche.de

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So heißt der Sprung: Lutz

So wird er ausgeführt: Der Absprung erfolgt rückwärts von der Außenkante des linken Fußes (1) mit Eintippen der rechten Fußspitze ins Eis (2); nach einer Drehung gegen die Rotationsrichtung des Anlaufs (3) landet der Läufer rückwärts-auswärts auf dem rechten Fuß (4). (oder spiegelbildlich)

Das müssen Sie wissen: Der Österreicher Alois Lutz war der erste Eiskunstläufer, der diesen Sprung zeigte (etwa 1913) und gab ihm seinen Namen.

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So heißt der Sprung: Rittberger

So wird er ausgeführt: Der Anlauf und der Absprung erfolgen mit dem rechten Fuß rückwärts-auswärts (1), nach einer Drehung (2) landet der Läufer rückwärts-auswärts auf dem Absprungbein (3). (oder spiegelbildlich)

Das müssen Sie wissen: Der Namensgeber des Sprungs war der deutsche Eiskunstläufer Werner Rittberger im Jahr 1910. In englischsprachigen Ländern wird er nicht als Rittberger, sondern als "loop (jump)" (Schleifensprung) bezeichnet.

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So heißt der Sprung: Salchow

So wird er ausgeführt: Die Sportler nehmen auf dem linken Fuß vorwärts-auswärts Anlauf (1), dann folgt der Absprung vom linken Fuß rückwärts-einwärts (3), nach den Drehungen (3/4) die Landung auf dem rechten Fuß rückwärts-auswärts (5). (oder spiegelbildlich)

Das müssen Sie wissen: Der Schwede Ulrich Salchow war der Erfinder dieses Sprungs. Er soll ihn beim Training für die Weltmeisterschaften 1900 entwickelt haben.

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So heißt der Sprung: Toeloop

So wird er ausgeführt: Der Sportler nimmt vorwärts-einwärts Anlauf (1), springt von der Außenkante des rechten Fußes rückwärts ab (2), wobei er gleichzeitig das Spielbein eintippt. Nach der Drehung (3) erfolgt die Landung rückwärts auf dem Absprungbein (4). (oder spiegelbildlich)

Das müssen Sie wissen: Der Toeloop ist eng verwandt mit dem Rittberger und wird auch manchmal als Tip-Rittberger bezeichnet. Der Name kommt aus dem Englischen, toe loop bedeutet "Zehenscheife".

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Wenn die deutschen Eiskunstläufer Robin Szolkowy und Aljona Savchenko diese Sprünge alle perfekt beherrschen und dazu noch schöne Pirouetten und Hebefiguren in ihr Programm einbauen - dann können sie im Paar-Wettbewerb bei Olympia mit einer Medaille rechnen.

Foto: AP

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