Kieler Woche:Segeln zwischen Wind und Jammer

Segelboote in verschiedenen Klassen und Größen fahren bei der Regatta der Kieler Woche um die Wette. Was heute als Deutschlands größtes Segelevent und schönstes Sommerfest des Nordens gilt, begann einst mit 20 Booten.

Historische Bilder

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125 Jahre Kieler Woche, Foto: Kieler Schifffahrtsmuseum

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Was heute als größte Regattaveranstaltung der Welt und als schönstes Sommerfest des Nordens gilt, begann vor 134 Jahren ganz klein. Am 23. Juli 1882 ertönte der Startschuss zu einer Segelregatta, bei der 20 Boote an den Start gingen - für damalige Verhältnisse eine sensationelle Beteiligung.

125 Jahre Kieler Woche, Foto: Kieler Schifffahrtsmuseum

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Beflügelt vom Erfolg der ersten Wettfahrt, wurde die Veranstaltung regelmäßig fortgesetzt. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Kieler Woche zum wichtigsten deutschen Segelereignis, nicht zuletzt dank kräftiger Förderung durch Kaiser Wilhelm II., der alljährlich nach Kiel kam. Das Bild der kaiserlichen Yacht "Meteor" war Teil der Ausstellung "125 Jahre Kieler Woche", die 2007 im Kieler Schiffahrtsmuseum zu sehen war.

Hier ein Rückblick auf einige historische Bilder.

125 Jahre Kieler Woche, Foto: Kieler Schifffahrtsmuseum

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Die Kriege in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bescherten auch der Kieler Woche eine wechselvolle Geschichte. Der Ausbruch des ersten Weltkriegs bedeutete das Ende der "kaiserlichen" Kieler Woche.

125 Jahre Kieler Woche, Foto: Kieler Schifffahrtsmuseum

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Aus und vorbei war es mit Glanz und Gloria, die Stadt und ihre Regatta (im Bild der kaiserliche "Meteor"-Nachfolger "Meteor III", 1902) waren nicht länger Sommerhauptstadt des Reiches und gesellschaftlicher Mittelpunkt.

125 Jahre Kieler Woche, Foto: Kieler Schifffahrtsmuseum

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Gesegelt wurde weiterhin, aber in viel kleinerem Rahmen und nur noch im Sommer ohne Festprogramm.

125 Jahre Kieler Woche, Foto: Kieler Schifffahrtsmuseum

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Die Nationalsozialisten erkannten die Bedeutung des renommierten Seglerfests - als Propagandainstrument. Massenwirksame Inszenierungen ließen die Bevölkerung wieder an die Molen strömen.

125 Jahre Kieler Woche, Foto: Kieler Schifffahrtsmuseum

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1947 wagte die Stadt den Neuanfang. Die Kieler Woche wurde nun interpretiert als Beitrag zum Frieden und sollte den Kontakt zum Ausland wieder herstellen. Der Wandel weg vom politischen Ereignis mit staatstragendem Rahmen und hin zum bunten Volksfest setzte Ende der 60er Jahre ein. Inzwischen ist die Kieler Woche ...

Alle historischen Fotos: Kieler Schifffahrtsmuseum

Kieler Woche

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... vor allem ein gesellschaftliches Ereignis - mit dem Segelsport als Herzstück. Hier zu sehen: Boote der olympischen 49er-Klasse.

Windjammerparade

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Der Höhepunkt der Kieler Woche steigt diesmal am Samstag, den 25. Juni: die Windjammerparade. Mehr als 100 Groß- und Traditionssegler werden zu der Schiffsparade aufbrechen.

Windjammerparade

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Unter Windjammern versteht man heutzutage schmucke Traditions- und Großsegler. Im 19. Jahrhundert noch war "Windjammer" ein verächtlich gemeinter Ausdruck, den die Dampfschiff-Seeleute den Segelschiffen gaben. Um mit ihnen segeln zu können, müsse man sie ständig mit den Segeln an den Wind "pressen" (englisch: to jam), befanden sie.

© SZ.de/hum/rus/edi
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