Zum Tod von Kelvin Kiptum:Die Zukunft endet jetzt

Zum Tod von Kelvin Kiptum: Ein Abschied, der viel zu früh kommt: Im April 2023 gewann Kelvin Kiptum die 42,195 Kilometer in London - es sollte einer von nur drei Marathons in seiner Karriere bleiben.

Ein Abschied, der viel zu früh kommt: Im April 2023 gewann Kelvin Kiptum die 42,195 Kilometer in London - es sollte einer von nur drei Marathons in seiner Karriere bleiben.

(Foto: Li Ying/Xinhua/Imago)

Kelvin Kiptum war schon mit 23 Jahren Marathon-Weltrekordhalter - und schien erst am Anfang seiner Reise zu stehen. Nachruf auf einen Unvollendeten.

Von Johannes Knuth und Paul Munzinger

Kelvin Kiptum war seiner Zeit - und den Stoppuhren - schon früh ein wenig voraus. 2009, im Alter von zehn Jahren, rauschte eine Gruppe von Läufern an seinem Haus in Chepkorio vorbei, auf jener Hochebene des ostafrikanischen Grabenbruchs, die schon so viele Läuferdiamanten geformt hat. Der kleine Kelvin lief also frech mit, und er ließ sich auch nicht abschütteln, als der Trainer der Gruppe, ein gewisser Gervais Hakizimana, den Jungen abwies. Jahr für Jahr lief die Gruppe am Haus der Kiptums vorbei, Jahr für Jahr wurde der Sohn frecher - und schneller. Als Kiptum 15 war, so hat es Hakizimana einmal erzählt, habe er ihm angeboten, ihn zu trainieren. Vermutlich ahnte nicht einmal der Trainer damals, dass er in den bescheidenen Verhältnissen auf einen kommenden Weltrekordhalter gestoßen war.

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