KarateJohanna Kneer ist Weltmeisterin

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Was für ein Jahr: Johanna Kneer im August nach ihrem Sieg bei den World Games in Chengdu.
Was für ein Jahr: Johanna Kneer im August nach ihrem Sieg bei den World Games in Chengdu. Jiang Hongjing/Xinhua/Imago

Karateka aus Ravensburg krönt ihr bestes Karrierejahr mit der Goldmedaille im Kumite.

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Johanna Kneer (KJC Ravensburg) hat zum Abschluss eines für sie phänomenalen Jahres die Goldmedaille bei den Karate-Einzel-Weltmeisterschaften in Kairo gewonnen. Gegen die Weltranglisten-Zweite in der Kumite-Gewichtsklasse +68 Kilogramm, Sofya Berlutseva aus Kasachstan, hatte sich die 27-jährige „World-Games“-Gewinnerin mit 8:0 durchgesetzt und damit den Kampf 60 Sekunden vor Ablauf der regulären Zeit (drei Minuten) vorzeitig beendet. Zuletzt hatte es 2002 in Madrid eine WM-Einzel-Goldmedaille für eine deutsche Kumite-Athletin gegeben.

„Eine überragende Johanna Kneer hat mit dem WM-Titel zweifelsohne für ein Ausrufezeichen gesorgt und die Vorfreude auf unsere Heim-Europameisterschaften im kommenden Jahr in Frankfurt weiter steigen lassen“, kommentierte DKV-Präsident Wolfgang Weigert das Kneer’sche Abschneiden. In seiner Funktion als Vize-Präsident der World Karate Federation (WKF) hatte er für die Medaillen-Übergabe verantwortlich gezeichnet. Und weiter: „Darüber hinaus waren auch die anderen DKV-Athletinnen und -Athleten, die in den beiden Disziplinen an den Start gegangen waren, allesamt auf Augenhöhe mit der Weltspitze – was die drei Achtelfinal-Teilnahmen durch Hannah Riedel, Shara Hubrich und Muhammed Özdemir unterstreichen.“

„Sie kann ihr hohes Niveau und Potenzial jederzeit abrufen“Auch Kumite-Bundestrainer Noah Bitsch, 2021 in Tokio Olympia-Fünfter, geriet ob der Leistungen seines Schützlings ins Schwärmen: „Das war eine absolute Meisterleistung. Ihre Coolness, auf den Punkt abzuliefern, hat sie sich über mehrere Jahre erarbeitet. Sie ist gereift und so stabil, dass sie ihr hohes Niveau und ihr Potential jederzeit abrufen kann. Dieses Wissen sorgt für das entsprechende Selbstbewusstsein – sowohl bei Rückständen als auch bei Führungen.“

Für Johanna Kneer geht somit ein Jahr zu Ende, das nicht besser hätte verlaufen können: Nachdem die zweimalige Einzel- und Mannschafts-Europameisterin (2023 in Guadalajara / 2024 in Zadar) im Mai dieses Jahres mit dem deutschen Team Gold bei der EM in Jerewan (Armenien) geholt hatte, war die „European Games“-Siegerin von Krakau (2023) im August in Chengdu (China) erstmals „World Games“-Champion geworden.

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