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Kanusport:Paddeln Richtung Tokio

Kanu-Weltcup in Ungarn

Überzeugendes Solo im Wasser: Jacob Schopf ist Schnellster im Kajak über 1000 Meter.

(Foto: Szilard Koszticsak/dpa)

Die deutschen Rennkanuten sichern sich zum Auftakt des Weltcups in Szeged drei Siege.

Die deutschen Rennkanuten sind in ihren ersten internationalen Wettbewerb seit mehr als eineinhalb Jahren furios gestartet: Zum Auftakt des Weltcups in Szeged in Ungarn gelangen ihnen gleich drei Siege in den olympischen Klassen: Conrad Scheibner gewann im Canadier-Einer, Jacob Schopf im Kajak-Einer; zudem kamen Sabrina Hering-Pradler und Tina Dietze im Kajak-Zweier als Schnellste ins Ziel.

Der Berliner Conrad Scheibner, 25, nutzte die Abwesenheit des acht Jahre älteren Olympiasiegers Sebastian Brendel aus Potsdam: Er verwies den brasilianischen Weltmeister Isaquias Queiroz nach 1000 Metern mit einem Vorsprung von zwei Sekunden klar auf Rang zwei. Bei den Olympischen Sommerspielen in Japan werden wohl sowohl Routinier Brendel als auch Scheibner im Einer antreten. Denn im internen Duell um den Startplatz für Tokio im Canadier-Zweier über 1000 Meter hat sich Brendel mit seinem Partner Tim Hecker gegen das Duo Scheibner/Michael Müller durchgesetzt. Brendel/Hecker zogen als Vorlaufsieger ins Finale ein, das andere Duo scheiterte als Vierte im Halbfinale. Damit steht fest: Brendel/Hecker gehen in Tokio im Canadier-Zweier an den Start.

"Wir wissen nicht genau, wo wir stehen", hatte der leitende Bundestrainer Arndt Hanisch vor dem Weltcup auf der ungarischen Regattastrecke angesichts der langen Corona-Pause gesagt. Doch weil auch der erst 21 Jahre alte Jacob Schopf aus Potsdam mit einem Sieg vor dem tschechischen Olympiazweiten Josef Dostal auftrumpfte, fiel schon die Bilanz des ersten Tages gut aus.

Dazu trugen auch Sabrina Hering-Pradler und die Olympiasiegerin von London, Tina Dietze, bei. Sie dominierten das Rennen im Kajak-Zweier über 500 Meter.

Canadier-Spezialistin Lisa Jahn aus Berlin landete im Einer-Finale über 200 Meter zudem auf Rang fünf. Auf die Siegerin, die US-Weltmeisterin Nevin Harrison, hatte sie 1,44 Sekunden Rückstand. Auch Lisa Jahn hofft auf einen Olympia-Startplatz.

© SZ/dpa/bkl/grö
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