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Kaiserslautern:Risse in der Tribüne

Die für Samstag angesetzte Begegnung des 15. Spieltags der Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt fällt aus. Grund dafür sind bauliche Sicherheitsbedenken. Damit finden die Probleme in dem WM-Stadion eine unrühmliche Fortsetzung.

Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag mitteilte, bestehen bauliche Sicherheitsbedenken an einem Tribünenteil. Die Stadt Kaiserslautern als Betreiber habe das Stadion, in dem im kommenden Jahr Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 stattfinden sollen, vorsorglich sperren lassen.

Fritz-Walter-Stadion

Schönes Modell, Probleme beim Original: Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern.

(Foto: Foto: AP)

Der Spielausfall bedeutet ein weiteres Kapitel in der Geschichte um bauliche Mängel in den WM-Stadien. In Frankfurt sind die Schäden am Dach nach wie vor nicht komplett behoben, in Nürnberg würde die Sicherheit bemängelt, als Fans durch Sprünge die oberen Ränge stark zum Schwingen brachten.

Nach Angaben des Vereins waren am Donnerstag Risse an einem Knotenpunkt im Dach der Osttribüne des Fritz-Walter-Stadions entdeckt worden, die eine "temporäre Abstützung im Bereich der Südtribüne" erforderlich machen. Dies könne aber bis Samstag nicht eingerichtet werden. Ein Nachholtermin für das Bundesliga-Spiel steht noch nicht fest.

Wichtig ist dabei, dass die Schäden so schnell wie möglich behoben werden. Sonst könnte die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft dadurch getrübt werden, dass einige der Spielorte gravierende Mängel aufweisen.

Auch in München kritisierten Fans die Größe der Sitzschalen. Eine Blamage mit unsicheren und unbequemen Spielorten möchte sich Deutschland als Gastgeber nicht leisten.

Auch der Landtag beschäftigte sich am Freitag in einer Fragestunde mit dem Thema Stadionausbau. Die Mainzer Staatskanzlei sieht aber trotz der Schwierigkeiten die Durchführung der WM-Spiele auf dem Betzenberg nicht gefährdet. Allerdings musste Staatskanzleichef Martin Stadelmaier am Freitag einräumen, dass die Kosten für den Stadionausbau in ihrer Höhe "nicht gesichert seien".

Die rheinland-pfälzische CDU hatte in ihrer Anfrage Sorgen geäußert, dass ein Abstieg des derzeitigen Tabellen-Schlusslichts aus der Bundesliga zu massiven Einnahmeausfällen für das Land bei der Refinanzierung des Stadionausbaus führen könnte. Die CDU verwies dabei auch auf die Kostenexplosionen beim Stadionausbau.

© sueddeutsche.de/dpa
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