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3. Liga:Kaiserslautern stellt Insolvenzantrag

FC Bayern hilft Kaiserslautern am 27. Mai mit ´Retterspiel"

Das Stadion des 1. FC Kaiserslautern (aufgenommen im Jahr 2017).

(Foto: Uwe AnspachZdpa)

Das teilt der Klub am Montag mit. Sportliche Konsequenzen müssen die Pfälzer aber zunächst nicht befürchten.

Der verschuldete Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat beim zuständigen Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Dies teilte der viermalige deutsche Meister am Montag auf seiner Homepage mit, das Insolvenzverfahren soll in Eigenverwaltung durchgeführt werden. "Ziel des Verfahrens ist es, zügig die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen", sagte Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

Sportliche Konsequenzen wird diese sogenannte Planinsolvenz zunächst nicht haben: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte Anfang April im Zuge der Coronakrise ein Maßnahmenpaket beschlossen, wonach unter anderem ein in Not geratener Verein der 3. Liga in dieser Saison keinen Punktabzug fürchten muss.

Das operative Geschäft sowie der Spielbetrieb werden ganz normal fortgeführt, erklärte Voigt: "Wir sind sanierungsfähig und ganz sicher sanierungswürdig."

Mehr als 20 Millionen Euro Schulden angehäuft

Das Amtsgericht Kaiserslautern wird nun einen vorläufigen Sachwalter bestellen. "Für die Geschäftsführung und die Gremien der FCK KGaA war absehbar nicht mehr sichergestellt, dass Forderungen und fällige Verbindlichkeiten noch termingerecht und vollständig beglichen werden können", hieß es in einer Klubmitteilung.

Geschäftsführer Voigt werde in den kommenden Wochen mit dem Generalbevollmächtigten, dem erfahrenen Sanierungsexperten Dirk Eichelbaum, und interessierten Investoren über einen Sanierungsplan beraten.

Die Pfälzer haben mehr als 20 Millionen Euro Schulden angehäuft, für die kommende Saison fehlen 15 Millionen Euro. Durch die Planinsolvenz möchte sich der Traditionsverein in Eigenregie sanieren und so interessant für Investoren machen. "Das Investoren-Interesse an der Marke FCK war und ist enorm", sagte Voigt.

© SZ.de/sid/chge
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