Kabinenposse beim FC Bayern Pikantes Foto von @kingarturo23

  • Der Kampf der Ausrüster reicht bis in die Kabine des FC Bayern.
  • Fünf Profis werben ziemlich unverhohlen für die Konkurrenz des Ausstatters.
Von Claudio Catuogno

Ein Dokument spontaner Freude? Eher nicht

Kurz nach dem Abpfiff ist das Bild in der Welt, @JB17Official und @kingarturo23 waren so freundlich, es mit ihren 3,5 Millionen Followern zu teilen. Das Bild zeigt Jérôme Boateng, der beim FC Bayern die Nummer 17 trägt, und Arturo Vidal, den selbsternannten König mit der 23, außerdem die Mitspieler Joshua Kimmich, Thiago und Douglas Costa. Ausgelassen halten sie die Fußballschuhe in die Kamera, in denen sie gerade Borussia Dortmund weggeschossen haben. Ein Dokument spontaner Freude und Ausgelassenheit. Oder nicht? Nein, eher nicht.

In Zeiten, in denen Fußballer ihre eigenen Unternehmer sind, müssen auch Twitterbotschaften einen Zweck erfüllen. Und die Botschaft, unter der etwa Vidal das Bild in Verkehr brachte, besteht dann auch nur aus einem Wort und drei Ausrufezeichen: "Nike!!!"

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Dass der Kampf der Sportartikel-Riesen Nike und Adidas auch in der Bayern-Kabine ausgetragen wird, ist nicht neu. Adidas hält knapp zehn Prozent der Anteile an der FC Bayern AG und ist Ausrüster des Klubs. In der Schuhwahl sind aber alle Profis frei; Nike stattet zahlreiche Spieler mit Schuhen aus - und setzt ansonsten auf Guerilla-Marketing.

Im Hintergrund: Karl-Heinz Rummenigge

Ärger gab es deshalb schon 2013 bei der offiziellen Vorstellung des Nike-Spielers Mario Götze, der beim Münchner Adidas-Klub im Shirt mit riesigem Nike-Schriftzug den Dienst antrat. Adidas protestierte, Verein und Spieler entschuldigten sich. Zwar tragen Vidal, Boateng und Co. diesmal vorschriftsgemäß Adiletten und Adidas-Handtücher um die Hüften. Trotzdem ist zu erwarten, dass die Fünf nach der Länderspielpause darauf hingewiesen werden, wie man sich in der Kabine verhält und wie nicht. Besondere Pointe ist ja: Im Hintergrund der Werbung für die Konkurrenz ist Karl-Heinz Rummenigge im Bild.

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