Juventus Turin Herz-Operation bei Khedira "perfekt gelungen"

Die Herz-Operation von Sami Khedira ist erfolgreich verlaufen.

(Foto: Maja Hitij/Getty Images)

Der Weltmeister von 2014 soll laut Juventus Turin in etwa einem Monat wieder trainieren können. Hannover 96 macht den Vereinsausschluss von 36 Mitgliedern rückgängig.

Meldungen im Überblick

Champions League, Sami Khedira: Der 77-malige deutsche Fußball-Nationalspieler Sami Khedira hat sich in Italien erfolgreich einem Eingriff am Herzen unterzogen. Operiert wurde der 31-Jährige vom Herzspezialisten Fiorenzo Gaita. Khediras Verein Juventus Turin teilte mit, der Eingriff sei "perfekt gelungen". Khedira, Weltmeister von 2014, wurde elektrophysiologisch untersucht, zudem wurde Herzmuskelgewebe verödet, um Rhythmusstörungen zu beseitigen. "Nach einer kurzen Reha-Phase wird der Spieler seine Tätigkeit wieder aufnehmen können", hieß es in Juves Mitteilung. Der Mittelfeldspieler werde in etwa einem Monat sein Comeback geben.

Laut Medienberichten hatte Khedira im Training am Dienstag sein Herz plötzlich schneller schlagen spüren und sich daraufhin in Behandlung begeben. Auf die Reise zum Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Atletico Madrid am Mittwoch (21.00 Uhr/Sky) verzichtete er.

Bundesliga, Hannover 96: Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat einen Vereinsausschluss gegen 36 Mitglieder rückgängig gemacht. Nachdem das Landgericht Hannover einem Fan, der gegen den Ausschluss geklagt hatte, Recht gegeben hat, hat der Vorstand der Niedersachsen beschlossen, auch den übrigen 35 Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, die Vereinsmitgliedschaft fortzusetzen. "Der Vorstand geht angesichts der verstrichenen Zeit davon aus, dass keinerlei Gewaltbereitschaft mehr vorliegt", hieß es in einer Mitteilung.

Der Ausschluss war im Dezember 2017 erfolgt. Die betroffenen Mitglieder gehörten zu einer Gruppe, die sich im November 2016 im Vorfeld des Zweitligaspiels bei Eintracht Braunschweig auf einem Parkplatz in Hildesheim mit dem Bestreben getroffen haben soll, Gewalttätigkeiten mit Braunschweiger Anhängern auszutauschen. Gegen die 36 betroffenen Mitglieder hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ein bundesweites Stadionverbot erteilt, das im kommenden Monat ausläuft. Das Gericht ist nun im Fall des klagenden Mitglieds in der zweiten Instanz zu der Auffassung gekommen, die vorgeworfene Gewaltbereitschaft sei nicht nachzuweisen.

Biathlon, Simon Schempp: Massenstart-Weltmeister Simon Schempp hat seinen Start bei der WM im schwedischen Östersund (7. bis 17. März) abgesagt und gleichzeitig das Ende seiner bislang enttäuschenden Saison erklärt. "Es soll einfach nicht sein. In diesem Winter werde ich leider keine Rennen mehr laufen", schrieb Schempp bei Instagram: "Das ist natürlich bitter, weil ich bis zuletzt gehofft und gekämpft habe, dass sich doch noch alles zum Guten wendet."

Der 30-Jährige aus Uhingen, der bei Biathlon-Weltmeisterschaften bislang insgesamt vier Goldmedaillen gewonnen hat, bestritt in diesem Jahr nur ein Rennen. Zuletzt fehlte Schempp bei den Übersee-Weltcups in Canmore/Kanada und Soldier Hollow/USA, um in der Heimat an seiner Formschwäche zu arbeiten.

"Aber ehrlicherweise fühle ich mich nach wie vor überhaupt nicht im Vollbesitz meiner Kräfte, um Weltcup- oder WM-Rennen laufen zu können", sagte Schempp: "Deshalb habe ich zusammen mit meinen Trainern und unserer medizinischen Abteilung die Entscheidung getroffen, dass ich mich jetzt erstmal komplett von der langwierigen Überbelastung erhole, um dann im Frühjahr möglichst ohne Nebenbaustellen wieder voll angreifen zu können." Rückenprobleme und eine Operation an der Schulter hatten Schempp in der Vorbereitung auf die Saison zurückgeworfen. "Jetzt ist einfach der Punkt erreicht, an dem ich auf den Reset-Knopf drücken muss", schrieb Schempp.

Wintersport, Skispringen: Der frühere Skisprung-Weltmeister Severin Freund hat bei seinem Comeback-Versuch nach langer Verletzungspause einen schweren Rückschlag erlitten. Der 30-Jährige musste sich wegen andauernder Knieprobleme einem erneuten operativen Eingriff unterziehen.

"Nachdem mein Knie bis kurz vor der Vierschanzentournee in einem wirklich guten Zustand war, wurde es während der Tournee und in den folgenden Wochen schlechter", schrieb Freund bei Facebook: "Die Schmerzen waren einfach da, und deshalb gelang es mir auch nicht mit meinen Sprüngen vorwärts zu kommen." Nachdem eine Wettkampfpause zuletzt keine Linderung gebracht hatte, habe er sich nach Absprache mit den Ärzten zum Eingriff am Meniskus in München entschieden. "Besonders bitter ist das natürlich am Tag der Eröffnung der Nordischen Ski-WM, bei der ich eigentlich dabei sein wollte", schrieb der Niederbayer: "Natürlich ist diese Zwangspause jetzt wieder ein Rückschlag, es ändert aber nichts an meinen sportlichen Zielen, die kommende Saison im Weltcup wieder dabei zu sein und bei der Heim-WM, ziemlich genau in zwei Jahren in Oberstdorf 2021 konkurrenzfähig auf dem Balken zu sitzen."

Freund hatte Ende November nach zwei Kreuzbandrissen und fast zweijähriger Pause sein Comeback gegeben, den Anschluss an die Weltspitze aber nicht geschafft. Bei der Vierschanzentournee war für den 30-Jährigen schon zur Halbzeit Endstation, anschließend trat Freund im zweitklassigen Continental Cup an.

Champions League Ein Spiel, das Bayern aufrichtet - und warnt

Champions League

Ein Spiel, das Bayern aufrichtet - und warnt

Mit ungewöhnlicher Taktik verdirbt Niko Kovac dem FC Liverpool an der Anfield Road das Spiel. Jürgen Klopp glaubt aber, dass sich das Ergebnis für die Bayern "mit jedem Tag ein bisschen schlechter anfühlen" wird.   Von Martin Schneider