EisschnelllaufDas rasende Glamourgirl antwortet

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Der Moment des Triumphs: Die Niederländerin Jutta Leerdam gewinnt über die 1000-Meter-Strecke Gold, da hält selbst das Make-up nicht stand.
Der Moment des Triumphs: Die Niederländerin Jutta Leerdam gewinnt über die 1000-Meter-Strecke Gold, da hält selbst das Make-up nicht stand. Luca Bruno/AP

Jutta Leerdam gewinnt trotz des großen Wirbels um ihre Person die Goldmedaille auf der 1000-Meter-Strecke. Und straft ihre Kritiker Lügen.

Jutta Leerdam wischte sich auf dem obersten Treppchen immer wieder die Tränen aus den Augen, für die Siegerfotos mit der Goldmedaille war gar das Make-up leicht verschmiert. Auf der Tribüne weinte ihr Verlobter Jake Paul mit, später trug sie der US-amerikanische Influencer auf Händen durch das Milano Speed Skating Stadium. „Das ist surreal. Ich kann es immer noch nicht glauben“, sagte Leerdam: „Es ist einfach ein Traum, der wahr geworden ist.“

Mit olympischem Rekord von 1:12,31 Minuten sicherte sich der niederländische Eisschnelllauf-Star den Titel auf der 1000-Meter-Strecke. „Wir haben einen der wichtigsten Momente der Sportgeschichte erlebt“, schrieb Paul bei Instagram: „Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie stolz ich auf dich bin.“ Leerdam siegte mit 28 Hundertsteln vor ihrer Landsfrau Femke Kok sowie der Japanerin Miho Takagi (+1,64 Sekunden). Und das trotz des riesigen Wirbels im Vorfeld.

Die 27-Jährige war im Privatjet inklusive personalisierter Canapés nach Mailand gereist. In der Heimat hatte es nach diesem extravaganten Trip Kritik gehagelt, Leerdam weigerte sich daraufhin, mit der niederländischen Presse zu sprechen. Die sportliche Antwort gab das Glamourgirl mit den fünf Millionen Followern auf Instagram am Montagabend auf dem Mailänder Eis. Dass sie im richtigen Moment ihre Höchstleistung gebracht habe, sei „einfach unglaublich. Ich bin so, so glücklich“, ließ sie wissen.

Leerdam habe es „allen Kritikern gezeigt“, lobte die dreimalige Olympiasiegerin und Eurosport-Expertin Anni Friesinger-Postma: „Man darf über sie denken, was man will: Aber sie hat schon zuvor mit Leistung überzeugt, sie hat es auch nicht immer einfach und sie kann mit Druck umgehen. Man darf es ihr gönnen. Sie hat sportlich geleistet. Ob sie mit dem Privatjet kommt – so what!“ Neid müsse man sich „hart erarbeiten, und das hat sie gemacht. Ich finde, sie ist ein Vorbild.“

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