Jérôme Boateng im Interview:"Solche Vorwürfe sind lächerlich"

Lesezeit: 10 min

Jérôme Boateng

"Der Teamspirit war definitiv nicht so gut wie 2014, der hat sich nicht entwickelt", sagt Jérôme Boateng über die diesjährige WM.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Zu wenig fokussiert, zu oft verletzt? Jérôme Boateng wehrt sich gegen sein öffentliches Image der jüngeren Zeit. Er spricht über sein schwieriges Verhältnis zum FC Bayern, den gescheiterten Wechsel nach Paris - und die Özil/Gündoğan-Affäre bei der WM.

Interview von Christof Kneer und Benedikt Warmbrunn

Jérôme Boateng, 30, hat eine turbulente Zeit hinter sich. Erst ist er mit der DFB-Elf bei der WM in der Vorrunde ausgeschieden, wobei er das letzte Spiel gesperrt auf der Tribüne erlebte. Anschließend folgten hektische Wochen, in denen er selbst nie richtig wusste, ob er jetzt bald zu Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain wechselt oder weiter für Niko Kovač und den FC Bayern spielt. Am Ende blieb Boateng eher überraschend in München, offenbar auch aufgrund des eigenwilligen Verhandlungsgebarens des PSG-Sportdirektors Antero Henrique, dem sowohl die Bayern als auch die eigenen Leute in Paris Vorwürfe machen. Im SZ-Interview spricht Boateng über den gescheiterten Wechsel, und er nutzt die Gelegenheit, um den Frust über jenes Image loszuwerden, mit dem er zuletzt leben musste - ohne, wie er sagt, vom FC Bayern ausreichend verteidigt zu werden. Er erklärt auch, was die Özil/Gündoğan-Affäre mit dem Scheitern bei der WM zu tun hat - und er kritisiert manche Nationalspieler-Kollegen für ihr Schweigen nach Özils Rücktritt.

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