Jérôme Boateng "Es ist sehr schwer, den FC Bayern zu verlassen"

Entschied sich doch lieber für den Verbleib in München: Abwehrspieler Jérôme Boateng.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der Verteidiger bestätigt sommerliche Kontakte zu Paris Saint-Germain und Manchester United. Die deutsche U21 siegt hoch gegen Irland.

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FC Bayern, Boateng: Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng scheint der geplatzte Wechsel ins Ausland wenig auszumachen. "Ich fühle mich beim FC Bayern pudelwohl, es ist einer der größten Klubs der Welt", sagte der Innenverteidiger der Bild-Zeitung: "Ich hatte Anfragen von Paris Saint-Germain und Manchester United, habe mich damit beschäftigt. Nicht aber, weil ich vom FC Bayern unbedingt weg wollte. Es war keine Flucht, sondern der Reiz einer neuen Herausforderung."

Der 29-Jährige teilte Manchesters Teammanager Jose Mourinho seine Absage persönlich mit. "Ich habe Jose Mourinho angerufen und ihm gesagt, dass sein Interesse eine Ehre für mich ist, und mich bedankt, dass er sich bei Manchester United so für mich ins Zeug gelegt hat", sagte Boateng: "Es war ein gutes Gespräch, in dem ich ihm die Gründe erklärt habe, warum ich nicht kommen werde. Es ist sehr schwer, den FC Bayern zu verlassen. Bei einem Wechsel muss schon alles passen, um diesen Klub zu toppen."

Ein Hauptgrund für Boatengs Verbleib beim deutschen Rekordmeister war die Verpflichtung von Trainer Niko Kovac, der ihm "von Anfang an seine Wertschätzung und das Vertrauen ausgesprochen" habe, so Boateng: "Niko Kovac gab mir das Gefühl, dass ich für ihn und den Klub sehr wichtig bin."

DFB, U21: Erfolgstrainer Stefan Kuntz herzte mit breitem Grinsen einen Betreuer nach dem anderen, seine Spieler feierten mit Jubelschreien in den Katakomben das fast sichere EM-Ticket. Durch das beeindruckende 6:0 (2:0) bei Verfolger Irland kann die deutsche U21-Nationalmannschaft die Planungen für die Europameisterschaft 2019 aufnehmen, der Titelverteidiger steht nach dem sechsten Sieg im achten Spiel unmittelbar vor dem Gruppensieg in der Qualifikation. "Die Jungs haben in den letzten Tagen einen tollen Teamgeist entwickelt, das hat man heute auch auf dem Platz gesehen. Jetzt möchten wir in unseren Heimspielen im Oktober die Qualifikation klar machen", sagte Kuntz: "Heute habe ich von der gesamten Mannschaft über 90 Minuten einen souveränen Auftritt gesehen."

Aaron Seydel vom Zweitligisten Holstein Kiel (6.) sowie die Schalker Cedric Teuchert mit einem Dreierpack (22./Foulelfmeter, 66., 73./Foulelfmeter) und Suat Serdar (83./Foulelfmeter, 86.) erzielten die Treffer für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die vor den letzten beiden Spieltagen nun jeweils fünf Punkte Vorsprung auf Irland und Norwegen hat. "Nach vorne haben wir gut gespielt, hinten standen wir super", sagte Marcus Sorg. Der Co-Trainer von Bundestrainer Joachim Löw fügte mit Blick auf die zuletzt kriselnde A-Nationalelf zufrieden an: "Wir sind im Nachwuchs immer noch gut aufgestellt."

Fußball, Länderspiele: Die Fußball-Nationalmannschaften Argentiniens und Kolumbiens haben ihr Freundschaftsspiel am Dienstagabend mit einem 0:0-Unentschieden beendet. Die mit Inter Mailands Mittelstürmer Mauro Icardi angetretenen Argentinier setzten von Beginn an auf schnell ausgespielte Angriffe. Vor dem Tor Kolumbiens fehlte dem zweifachen Weltmeister jedoch die Präzision, Torwart David Ospina konnte die wenigen Chancen zunichte machen. In der zweiten Halbzeit war Kolumbien zeitweise überlegen, scheiterte aber mehrfach am "Gaucho"-Keeper Franco Armani.

Die Fußball-Nationalelf Brasiliens hat am Dienstagabend El Salvador 5:0 (3:0) in einem Test geschlagen. Im zweiten Freundschaftsspiel nach dem Ausscheiden im WM-Viertelfinale in Russland errang der fünffache Fußball-Weltmeister mit Toren von Neymar durch Elfmeter in der 4. Spielminute, Richarlison (15. und 49.), Philippe Coutinho (29.) und Marquinhos (89.) einen ungefährdeten Sieg im FedexField-Stadion im US-Bundesstaat Maryland. Brasilien hatte am Freitag bereits 2:0 (2:0) gegen die USA gesiegt. Im Oktober sind weitere Freundschaftsspiele gegen Argentinien und Saudi-Arabien vorgesehen.

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