Basketball-Playoffs Bayern stürzt Meister Bamberg und zieht ins Finale ein

Die Basketballer von Bayern München haben den deutschen Meister Brose Bamberg gestürzt und sind in das Finale der Bundesliga eingezogen.

(Foto: dpa)

Die Basketballer des FC Bayern erreichen erstmals seit drei Jahren wieder die Endspielserie. Balotelli wird rassistisch beleidigt. Der DFB wertet das Relegations-Spiel in Mannheim 2:0 für Uerdingen.

Meldungen im Überblick

Basketball, Playoffs: Der FC Bayern München hat erstmals seit drei Jahren wieder die Endspielserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft erreicht und darf nun vom Double träumen. Der Pokalsieger setzte sich am Dienstag im vierten Playoff-Halbfinale nach einer starken zweiten Halbzeit 83:79 (38:52) bei Titelverteidiger Brose Bamberg durch. Die Best-of-five-Serie ging damit 3:1 an den Hauptrundensieger. Für Bamberg endete somit eine Ära von sieben Meisterschaften in den vergangenen acht Jahren. Vor 6150 Zuschauern war Nationalspieler Danilo Barthel mit 19 Punkten Topscorer der Gäste. Der entthronte Meister Bamberg hatte in Dorell Wright (26) seinen besten Werfer. Im Finale treffen die Bayern ab Sonntag (15.00 Uhr) auf Alba Berlin. Die Hauptstädter hatten sich im zweiten Halbfinale bereits vorzeitig am Sonntag mit 3:0-Siegen gegen die MHP Riesen Ludwigsburg durchgesetzt.

Fußball, Italien: Mario Balotelli ist bei seinem Comeback in der italienischen Fußball-Nationalmannschaft rassistisch beleidigt worden. "Mein Kapitän muss italienisches Blut haben", stand beim 2:1-Sieg gegen WM-Teilnehmer Saudi Arabien am Montag in St. Gallen auf einem Plakat der Tifosi. Balotelli, der bei seiner Rückkehr nach vier Jahren zur 1:0-Führung traf, reagierte vorbildhaft: "Wir sind im Jahr 2018, Jungs. Schluss damit. Wacht auf! Ich bitte euch!", schrieb der Sohn ghanaischer Eltern auf Instagram. Der 27 Jahre alte Stürmer von OGC Nizza soll unter dem neuem Nationaltrainer Roberto Mancini als Stellvertreter von Kapitän Leonardo Bonucci im Gespräch sein.

Fußball, Relegation: Der KFC Uerdingen ist jetzt auch offiziell in die 3. Fußball-Liga aufgestiegen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wertete das am Sonntag abgebrochene Relegations-Rückspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC im Einzelrichter-Verfahren mit 2:0 für die Krefelder. Die Begegnung war in der 82. Minute beim Stand von 2:1 für Uerdingen von Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) zunächst für mehr als 20 Minuten unterbrochen und danach beim Versuch des Wiederanpfiffs abgebrochen worden. In der Schlussphase das Spiels hatten Zuschauer im Mannheimer Bereich massiv Pyrotechnik gezündet, die auch aufs Spielfeld geworfen beziehungsweise geschossen wurde.

"Nach der geltenden Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ist das Spiel für Waldhof Mannheim mit 0:2 als verloren zu werten, da der Verein für seine Zuschauer verantwortlich ist und das Verschulden der Zuschauer dem Verein zuzurechnen ist", wird Stephan Oberholz, stellvertretender Vorsitzender des DFB-Sportgerichts und in diesem Fall als Einzelrichter tätig, in einer Mitteilung des DFB zitiert. Über etwaige Sanktionen gegen Waldhof wird das DFB-Sportgericht nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss gesondert entscheiden.

Tennis, French Open: Jan-Lennard Struff und Maximilian Marterer sind bei den French Open als zweiter und dritter von acht gestarteten deutschen Tennis-Herren in die zweite Runde eingezogen. Struff gewann am Dienstag in Paris souverän 6:1, 6:3, 6:0 gegen den Russen Jewgeni Donskoi. Sein nächster Gegner ist am Donnerstag der Amerikaner Steve Johnson oder Franzose Adrian Mannarino. Marterer machte wenig später den 6:1, 6:3, 7:5-Erfolg über den Amerikaner Ryan Harrison perfekt und zog erstmals in die zweite Runde von Paris ein. Gegner ist dort der kanadische Nachwuchs-Star Denis Shapovalov. Zuvor hatte der Hamburger Alexander Zverev die zweite Runde erreicht.

Carina Witthöft schied nach einer enttäuschenden Vorstellung gleich in der ersten Runde aus. Die Hamburgerin verlor 4:6, 2:6 gegen die Französin Fiona Ferro, die nur dank einer Wildcard im Hauptfeld steht und lediglich die Nummer 257 der Weltrangliste ist. Am Montag waren bereits Laura Siegemund und Tatjana Maria gescheitert, Andrea Petkovic erreichte die zweite Runde. Insgesamt sind bisher sechs von 15 deutschen Startern ausgeschieden, vier kamen weiter.

Real Madrid, Kroos: Der kroatische Fußball-Nationalspieler Luka Modric hat seinen Teamkollegen Toni Kroos von Real Madrid in höchsten Tönen gelobt. "Wir hatten vom ersten Tag an einen guten Draht. Er ist für mich einer der Besten der Welt, und ich genieße jedes Spiel an seiner Seite", sagte Modric im Interview mit der Welt über den deutschen Weltmeister. Beide hatten am vergangenen Samstag mit Real zum dritten Mal in Serie die Champions League gewonnen.Modric schätzt an Kroos besonders dessen starke Nerven. "Von Kroos hätte ich gerne seine Gelassenheit und seinen kühlen Kopf beim Pass. Der wird nie nervös. Es ist unglaublich, da kann passieren, was will, aber er wird nie nervös. Ich bin zwar auch ein ruhiger Typ, aber er noch viel mehr", sagte der 32-Jährige. Wie Kroos bereitet sich auch Modric nun auf die WM in Russland vor. Kroatien trifft in der Gruppe D auf den zweimaligen Weltmeister Argentinien, WM-Neuling Island und Nigeria. Zuvor stehen noch zwei Testspiele gegen Brasilien (3. Juni) und den Senegal (8. Juni) auf dem Programm.

HSV, Hunt: Fußball-Zweitligist Hamburger SV und Aaron Hunt sollen sich nach Informationen des Hamburger Abendblatt über einen neuen Vertrag für den 31 Jahre alten Spielmacher einig sein. Vom Verein gab es am Dienstag keine Bestätigung. Laut "Abendblatt" soll Hunt noch in dieser Woche einen neuen Zweijahreskontrakt ohne Option unterschreiben. Das Gehalt soll von bislang geschätzten 3,5 auf dann etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr reduziert werden. Hunt sollen auch Angebote aus der Bundesliga und dem Ausland vorlegen haben.

Die Verlängerung mit dem ehemaligen Nationalspieler, der seit 2016 das HSV-Trikot trägt und insgesamt acht Treffer erzielt hat, war ein absoluter Wunsch von Trainer Christian Titz. In der vergangenen Woche hatte Lewis Holtby seinen Vertrag trotz des Abstiegs verlängert. Er und Hunt hatten in den acht Spielen unter Titz in der abgelaufenen Saison in der Offensive überzeugt.

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Nach der Aufstiegsparty geht beim TSV 1860 München der Wahlkampf los. Im Juli wird ein neuer Verwaltungsrat gewählt, die Gefahr ist groß, dass Trainer Bierofka und seine Mannschaft instrumentalisiert werden. Kommentar von Markus Schäflein mehr...